Die irakische Fußball-Nationalmannschaft hat zum ersten Mal das Finale beim Asien Cup erreicht. Im Halbfinale setzte sich der Irak mit 4:3 im Elfmeterschießen gegen Südkorea durch. Nach der regulären Spielzeit und nach der Verlängerung hatte es 0:0 gestanden.
Im Endspiel in Jakarta trifft die Auswahl von Trainer Jorvan Vieira auf Saudi Arabien. Der WM-Teilnehmer setzte sich in Hanoi überraschend gegen Turnierfavorit Japan mit dem Frankfurter Bundesliga-Profi Naohiro Takahara 3:2 (1:1) durch.
In Bagdad feierten die Menschen den Sieg mit spontanen Jubelfeiern auf den Straßen der sonst von Gewalt erschütterten Hauptstadt. Sonst verfeindete Sunniten, Schiiten, Kurden und Turkmenen lagen sich dabei in den Armen. Frauen verteilten Süßigkeiten und ließen Freudentriller erklingen. Überall waren Menschen mit ihren Autos unterwegs, die irakische Fahnen schwenkten. Es ertönten Freudenschüsse. Soldaten und Polizisten gaben aus ihren Dienstwaffen Schüsse in die Luft ab. «So eine festliche Stimmung hat Bagdad seit Jahren nicht mehr erlebt», sagte ein Augenzeuge in der irakischen Hauptstadt.
Im Elfmeterschießen wehrte Iraks Torhüter Noor Sabri beim Stand von 3:3 den Schuss von Yeom Ki-hun ab und wurde somit zum Sieggaranten. Anschließend verwandelte der Irak zum 4:3, die Südkoreaner trafen den Pfosten. Zuvor hatten beide Mannschaften in einer ausgeglichenen Partie eine Entscheidung in der regulären Spielzeit verpasst.