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Kritik an Real Madrids Einkaufspolitik

Madrid (dpa) - 13.07.2007, 14:47 Uhr

Madrids Neuzugang Javier Saviola bei seiner Ankunft am Flughafen.
Madrids Neuzugang Javier Saviola bei seiner Ankunft am Flughafen.

Wenige Tage nach der Verpflichtung von Bernd Schuster als neuer Trainer Real Madrids ist der spanische Fußball- Rekordmeister wegen seiner Einkaufspolitik in die Kritik geraten.

Die 30 Millionen Euro, die der Verein für den eher unbekannten Abwehrspieler Pepe vom FC Porto ausgegeben habe, seien maßlos übertrieben, heißt es nach Medienberichten in den Chefetagen anderer Clubs. Dadurch würden die Preise auf dem Transfermarkt in die Höhe getrieben, lautet der Vorwurf. «Solche Beträge lösen eine Inflation aus, die uns letztlich alle trifft», beklagte der Präsident des Erzrivalen FC Barcelona, Joan Laporta.

Die Katalanen hätten diese Preistreiberei bereits selbst zu spüren bekommen, schrieb die Zeitung «El Mundo». So habe Barça ursprünglich nur 14 Millionen Euro für den argentinischen Verteidiger Gabriel Milito vom Liga-Konkurrenten Real Saragossa zahlen wollen. Nach der Verpflichtung Pepes durch Real Madrid habe der Club sein Angebot aber innerhalb von 24 Stunden inklusive Prämie auf 20,5 Millionen erhöhen müssen. Für den französischen Weltklassespieler Thierry Henry hatte der FC Barcelona dem FC Arsenal London vor drei Wochen «nur» 24 Millionen Euro überweisen müssen.

«Für Pepe hat Real Madrid viel zu viel bezahlt. Aber sie werden wissen, was sie tun», meinte auch der Präsident des UEFA-Cup-Siegers FC Sevilla, José María del Nido. Allerdings kann sein Club nun auf noch höhere Angebote für den brasilianischen Verteidiger Daniel Alves hoffen. Der FC Chelsea bietet angeblich bereits 30 Millionen Euro.

Für Real Madrid ist Pepe der bislang teuerste Abwehrspieler der Vereinsgeschichte. Der 24-jährige Brasilianer mit portugiesischem Pass sagte bei seiner Vorstellung: «Ich werde beweisen müssen, dass ich es wert bin.» Der spanische Meister weist die Vorwürfe zurück. Außerdem seien Spieler wie der Ex-Dortmunder Christoph Metzelder oder der argentinische Stürmer Javier Saviola, der nun vorgestellt wurde, ablösefrei gekommen. Beide waren Wunschkandidaten Schusters.

Der 25-jährige Saviola, der beim FC Barcelona unter Trainer Frank Rijkaard ein Reservistendasein fristete und zuletzt an den FC Sevilla ausgeliehen worden war, unterschrieb einen Vierjahresvertrag. Er soll jährlich rund 2,5 Millionen Euro verdienen.


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