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Salzburg trennt sich von Co-Trainer Matthäus

Salzburg (dpa) - 12.06.2007, 18:58 Uhr

Co-Trainer Lothar Matthäus (l) im Gespräch mit Trainer Giovanni Trapattoni.
Co-Trainer Lothar Matthäus (l) im Gespräch mit Trainer Giovanni Trapattoni.

Paukenschlag in der österreichischen Bundesliga: Nach nur einem Jahr hat sich der neue Fußball-Meister Red Bull Salzburg überraschend von seinem Co-Trainer Lothar Matthäus getrennt.

In einer eilig einberufenen Pressekonferenz hieß es, «unterschiedliche Auffassungen» hätten eine positive Zusammenarbeit mit dem 46 Jahre alten deutschen Rekordnationalspieler auf Dauer unmöglich gemacht. Matthäus hatte als Assistent von Chefcoach Giovanni Trapattoni die Salzburger binnen eines Jahres zum Meistertitel geführt. Nach Angaben des Vereins wird sein Posten zunächst nicht wieder besetzt.

Der frühere Profi von Bayern München hatte mit dem italienischen Startrainer Trapattoni den Mateschitz-Verein im Mai 2006 als Nachfolger von Kurt Jara übernommen. Hintergrund für die Trennung sollen nach Informationen der «Salzburger Nachrichten» «vereinsschädigende Äußerungen» des ehemaligen Weltfußballers gewesen sein. Der Co-Trainer sei in grundlegenden Fragen mit «Maestro» Trapattoni nicht einer Meinung gewesen.

Bereits am Morgen des 12. Juni hatte Trapattoni ein erstes Training des Red Bull-Teams ohne seinen Assistenten geleitet. Salzburgs Sportdirektor Oliver Kreuzer meinte zu dem Schritt, in der Saisonvorbereitung seien «Ruhe und Geschlossenheit» wichtig und dieser Schritt daher notwendig gewesen.

Matthäus war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ein Red-Bull-Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: «Die Harmonie zwischen Trapattoni und Matthäus in Hinblick auf die Fußballphilosophie und grundsätzliche Auffassungen war gestört. Das war Stress-Potenzial.» Der Vertrag von Matthäus wäre offiziell erst mit dem Ende der nächsten Saison abgelaufen

Giovanni Trapattoni hatte in den vergangenen Monaten keinen Zweifel daran gelassen, wer in dem von den Medien auch «Trapatthäus» genannten Trainertandem das Kommando angab. Ein solches Team sei wie eine Ehe, wurde der italienische Starcoach zitiert, in der er die Rolle des Mannes eingenommen habe.


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