Real will Beckham halten - Barça-Geld an Mallorca?
Madrid (dpa) - 11.06.2007, 14:27 Uhr
Barcelonas Lionel Messi findet nichts falsch an einer Prämie für Mallorca.
Der Trainer hatte ihn aus dem Kader geworfen, der Vereinspräsident als «mittelmäßigen Hollywood-Schauspieler» verspottet. Real Madrid wollte David Beckham lieber heute als morgen loswerden. Keine fünf Monate später hat sich das Blatt radikal gewendet. Die «Königlichen» wollen Beckham halten und den anstehenden Wechsel des 32-Jährigen in die USA rückgängig machen. «Ich wäre begeistert, wenn David bei uns bliebe und seine Karriere in Madrid beendete», erklärte Clubchef Ramón Calderón. Beckhams Rückkehr ins Team hatte eine rasante Aufholjagd Reals eingeleitet, die die Madrilenen mit dem Gewinn der 30. Meisterschaft krönen können. Dazu muss das Team nur sein letztes Punktspiel daheim gegen RCD Mallorca gewinnen. Für den Engländer wäre es der erste Titel seit seinem Wechsel vor vier Jahren nach Madrid. «Wir werden prüfen, ob Beckham im Vertrag mit seinem neuen Verein Los Angeles Galaxy eine Ausstiegsklausel hat», kündigte der Real-Boss an.
Das Sportblatt «Marca» wusste zu berichten, Real könne «Becks» für neun Millionen Euro zurückkaufen. Galaxys Clubchef Alexi Lalas dementierte dies. Für Beckham gebe es keine Ausstiegsklausel. «Wir freuen uns darauf, ihn im Juli hier in den USA begrüßen zu können.» Beckham selbst denkt nach Angaben seines Managers Simón Oliveira nicht daran, seinen Wechsel in die USA abzublasen: «Er wird seinen Vertrag erfüllen. Beckham freut sich darauf, sich in Kalifornien niederzulassen.» Trainer Fabio Capello räumte offen ein, dass er sich mit dem Hinauswurf des Engländers aus dem Kader geirrt hatte. «Beckham hat Recht behalten. Wir lagen schlichtweg falsch.» Der Italiener stellt seinen Vereinschef nun vor ein heikles Problem. Calderón soll, wie die spanische Presse seit Wochen berichtete, für die nächste Saison einen Vorvertrag mit Trainer Bernd Schuster abgeschlossen haben. Nun aber wird bei den Fans der Ruf lauter, Capello im Amt zu lassen. «Das muss der Präsident entscheiden», sagte der Trainer dem Sportblatt «As». «Ich habe einen Vertrag bis 2009.» |