In einer beispiellosen Aktion im spanischen Fußball hat sich ein Amateurverein einen Startplatz in der zweiten Profi-Liga gekauft. Der Club Granada 74, der gerade von der andalusischen Regionalliga in die vierte spanische Liga aufgestiegen war, erwarb den Zweitligisten Ciudad de Murcia.
Damit beschaffte er sich nach Presseberichten auch die Startberechtigung für die zweite Liga. Der Kaufpreis wurde auf 17 bis 20 Millionen Euro beziffert. Hinter dem Deal steckte Granadas Vereinspräsident Carlos Marsá. Der Kunsthändler hatte durch ein Grundstücksgeschäft die Mittel für den Kauf des Fußballvereins erworben. Allerdings ist offen, wo Granada 74 in der kommenden Saison seine Heimspiele in der zweiten Liga austragen wird.
Der Bürgermeister der südspanischen Stadt, José Torres Hurtado, will den Club nicht im städtischen Stadion spielen lassen. Dort soll wie bisher der Drittligist FC Granada kicken, der bisher die Nummer eins in der andalusischen Metropole war. Granada 74 erwägt nun, in eine kleinere Ortschaft in der Umgebung auszuweichen.