«Samba im Blut»: Paulo Rink verabschiedet sich
Rio de Janeiro (dpa) - 23.05.2007, 10:58 Uhr
Paulo Rink bei seiner offiziellen Vorstellung in Leverkusen 1997.
Ein früherer deutscher Fußball- Nationalspieler mit «Samba im Blut» sagt Tschüss. Am 24. Juni bestreitet der in Brasilien geborene Paulo Roberto Rink sein Abschiedsspiel. Mit von der Partie zwischen den «Freunden von Rink» und Rinks Stammverein Atlético Paranaense im Kyocera-Stadion in Curitiba im Süden Brasiliens wird unter anderem auch Rudi Völler sein. Unklar ist, ob Völler nur coachen oder auch auflaufen wird. «Aufhören ist nach 17 Profijahren immer schwer, ich muss immer tief schlucken, wenn ich daran denke. Ich bin immer noch topfit, war nie verletzt und könnte noch einige Jahre weitermachen», sagte der 34 Jahre alte Rink, der 13 Mal das DFB-Trikot trug. Er habe mehrere Angebote vorliegen, wolle aber in großem Stil Schluss machen - und vor allem mehr Zeit für seine Familie haben.
Besonders gern blickt Rink auf die Auftritte mit der deutschen Nationalmannschaft zurück. «Das war ein Meilenstein in meiner Laufbahn. Am Anfang wusste ich nicht, ob ich das Angebot annehmen sollte. Ich war 26 und war mir unsicher, wie die Nationalspieler reagieren würden», verrät er. Die Sorge, ein Brasilianer würde im deutschen Team Neid wecken und nicht gut aufgenommen werden, bestätigte sich aber nicht. «Das deutsche Nationaltrikot hat mir auch in meinem Geburtsland viel Respekt verschafft», sagt er. Völler habe eine entscheidende Rolle gespielt. «Rudi ist mir besonders ans Herz gewachsen, er hat mich ja zu Bayer Leverkusen und danach in die Nationalelf geholt», betont der frühere Stürmer. Am Abschiedsspiel, das auch von Mutter Rink mit organisiert wird, sollen neben Oliver Neuville, Bernd Schneider und Carsten Ramelow aktive und auch bereits zurückgetretenen Spieler aus verschiedenen Teilen der Welt sowie auch aktuelle brasilianische Nationalspieler wie Innenverteidiger Juan teilnehmen. |