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Englands Ex-Weltmeister Alan Ball gestorben

London (dpa) - 25.04.2007, 13:30 Uhr

Der englische Weltmeister von 1966, Alan Ball, im vergangenen Jahr.
Der englische Weltmeister von 1966, Alan Ball, im vergangenen Jahr.

Alan Ball, beim 4:2-Sieg nach Verlängerung im WM-Finale England gegen Deutschland jüngster Akteur der «Three Lions», starb nach Angaben seines Sohnes Jimmy am 25. April im Alter von 61 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts.

Nach Informationen der Polizei von Hampshire wurde Ball am Morgen außerhalb seines Hauses leblos aufgefunden, nachdem er ein Feuer im Garten bekämpft hatte. «Es ist davon auszugehen, dass mein Vater an einem Komposthaufen stand, der in Brand geraten war. Während er gegen die Flammen vorging, erlitt er die Herzattacke», sagte Jimmy Ball. Wenige Stunden zuvor hatte sein Vater im Fernsehen den 3:2-Sieg von Manchester United in der Fußball-Champions-League gegen den AC Mailand verfolgt. «Anschließend habe ich noch mit ihm gesprochen. Er war in großartiger Verfassung», berichtete der Sohn.

Ball spielte zehn Jahre lang für die englische Fußball-Nationalelf und absolvierte 72 Länderspiele. In Ramseys flügellosem Spielsystem imponierte er als Dauerläufer und Flankengeber auf der rechten Seite. «Er war wahrscheinlich an diesem Tag unser bester Spieler. Ohne sein Mitwirken hätte das Resultat ein ganz anderes sein können», lobte Teamkollege Bobby Charlton Balls Beitrag zum Sieg im WM-Finale gegen Deutschland am 30. Juli 1966 im Londoner Wembleystadion.

Mit Alan Ball ist das zweite Mitglied jener Elf gestorben, die den bis heute einzigen WM-Titel ins Mutterland des Fußballs holte. 1993 war Mannschaftskapitän Bobby Moore einem Krebsleiden erlegen.

In der Liga spielte der Angreifer, der 1965 gegen Jugoslawien sein internationales Debüt für England gefeiert hatte, für den FC Arsenal, den FC Everton und den FC Southampton. Mit Everton gewann er 1970 den Meistertitel. Als Trainer war er bei insgesamt sieben Clubs tätig, darunter Portsmouth, Southampton und Manchester City, konnte aber dort nicht an seine Erfolge als Spieler anknüpfen.


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