Lionel Messi mit Traumtor «à la Maradona»
Madrid (dpa) - 19.04.2007, 13:53 Uhr
Lionel Messi erkämpfte einen Treffer wie ihn Maradona bei der WM in Mexiko erzielte.
Wer bislang noch Zweifel hatte, scheint nun eines Besseren belehrt zu sein: Lionel Messi ist der «neue Maradona». Dem Fußballer des FC Barcelona gelang das unglaubliche Kunststück, jenen legendären Treffer, den der Ex-Weltstar vor knapp 21 Jahren bei der Weltmeisterschaft in Mexiko erzielt hatte, fast deckungsgleich zu kopieren. Wie Diego Armando Maradona am 22. Juni 1986 im WM-Viertelfinalspiel Argentinien gegen England lief der 19-jährige Messi bei Barças 5:2-Sieg im Halbfinal-Hinspiel des spanischen Pokals über den FC Getafe mit dem Ball über das halbe Spielfeld. Er ließ vier Abwehrspieler und den gegnerischen Torwart aussteigen und schoss zum 2:0 für die Katalanen ein.
Der argentinische Jungstar war wegen seiner Dribbelkünste schon häufig mit seinem berühmten Landsmann verglichen worden. Nach seinem Traumtor gegen Getafe lag ihm die Fußballwelt zu Füßen. «Mit diesem Treffer ging Messi in die Fußball-Geschichte ein», titelte das Fachblatt «Sport». Trainer Frank Rijkaard sprach von einem «Kunstwerk» und einem «fußballerischen Juwel». Ex-Coach Radomir Antic bezeichnete Messi als den «Mozart des Fußballs». Jorge Valdano, der 1986 selbst für Argentinien gespielt hatte, fand die Kopie sogar noch schöner als das Original: «Maradona musste während seines Dribblings Pausen einlegen, Messi dagegen wurde immer schneller.» Die angesehene Zeitung «El País» meinte: «Messis Fußball fängt da an, wo der von Maradona aufgehört hatte.» Nur Getafes Trainer Bernd Schuster fand an dem Traumtor keinen Gefallen: «Wir hätten Messi vor Erreichen des Strafraums stoppen müssen, notfalls mit einem Foul. Wir waren zu nobel.» |