Sie sind hier: Startseite > International > News > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
Forexhandel
Euroweb Sportförderung
 

Ungarn und Kroatien hoffen durch EM auf Schub

Budapest/Zagreb (dpa) - 14.04.2007, 14:18 Uhr

Kroatiens Ministerpräsident Sanader (r) und sein ungarischer Kollege Gyurcsany.
Kroatiens Ministerpräsident Sanader (r) und sein ungarischer Kollege Gyurcsany.

Die ungleichen Kandidaten Ungarn und Kroatien hoffen auf die Europameisterschaft 2012 - und damit auf einen Entwicklungsschub für ihr Land.

Der in Ungarn dahindümpelnde Fußball mit nur geringem Fan-Interesse solle durch die EM endgültig den Durchbruch schaffen, hofft Tamas Gyarfas, Präsident des Bewerberkomitees seines Landes. Kroatien kalkuliert hingegen mit einer sonst unbezahlbaren Werbung für seinen Tourismus und einer Charmeoffensive dieses erst eineinhalb Jahrzehnte alten Staates.

«Wir würden lieber den EM-Zuschlag erhalten als mit Kroatien Weltmeister werden», sagt Vlatko Markovic, Präsident des kroatischen Fußballverbandes. «Langfristig wäre das viel nützlicher für unser Land.» Auch die Regierung sieht durch die Euro 2012 eine ausgezeichnete Chance, die Konjunktur anzukurbeln. Denn die Kosten von 750 Millionen Euro könnten leicht durch die erwarteten 150 000 Besucher wieder eingespielt werden. Von den TV-Gebühren und Werbeeinnahmen ganz zu schweigen.

Kroatien sieht sich bereits heute bestens gerüstet. Als Tourismusland verfügt es schon jetzt mit 900 000 Betten über eine ausreichende Infrastruktur. Auch die erst in den vergangenen Jahren fertig gestellten modernen Autobahnen und Flughäfen sprächen für das Land. Für die 367 Millionen Euro teure Renovierung von vier Stadien will die Regierung Garantien übernehmen. Für das fußballverrückte Land wäre die EM die Erfüllung eines Traumes.

Ganz anders ist die Lage in Ungarn, dessen Nationalteam sich bereits seit mehr als 20 Jahren nicht mehr für ein großes internationales Turnier qualifizieren konnte. Die Ligaspiele erregen das Interesse von nur wenigen tausend Fans, und der erfolgreichste Club, Ferencvaros Budapest, steht vor dem Bankrott. Zwar hat sich die Regierung für die veranschlagten 870 Millionen Dollar (648 Mio. Euro) an EM-Kosten stark gemacht, doch ob die Bevölkerung dafür höhere Steuerlasten hinnehmen wird, ist offen.


Chef-Bewerber Gyarfas sieht gerade in den Fußball-Problemen des Landes die Chance für den EM-Zuschlag. Denn damit solle die UEFA den «Kellerkindern» des europäischen Fußballs helfen, gegenüber den Top-Ländern Boden gut zu machen. «Gebt uns eine Chance», lautet denn auch die Überschrift über der offiziellen Kandidatur. Nur so könne ein Schritt in Richtung Balance zwischen Arm und Reich gemacht werden.

Beide Bewerberländer führen als Plus gegenüber den Konkurrenten ihre günstige geographische Lage mitten in Europa ins Feld. Und schließlich sollten doch die vielen Skandale in Italiens Fußball am Ende nicht noch mit der Austragung der EM belohnt werden, heißt es in Budapest und Zagreb.

Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
13.04. 21:13 - Brasilien bestätigt Bewerbung für WM 2014
13.04. 17:20 - Michael Schumacher wird Schweizer EM-Botschafter
13.04. 17:15 - Brasilien bestätigt bei Bewerbung für WM 2014
13.04. 16:30 - Finale um türkischen Supercup 2007 in Deutschland
13.04. 16:06 - Maradona muss erneut im Krankenhaus
13.04. 13:57 - Maradona wieder auf der Intensivstation
13.04. 13:23 - Cristiano Ronaldo verlängert bei Manchester United
13.04. 12:57 - Liga-Skandal überschattet Italiens EM-Bewerbung
13.04. 10:57 - Houllier bleibt Trainer bei Olympique Lyon
13.04. 09:17 - Kampf um EM 2012 - Alle Kandidaten mit Problemen
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
Fanartikel DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
fussball-im-verein.de - Spieler, Funktionäre und Fans immer am Ball
...weitere Themen

Internetagentur bigidea.de | Eishockey | primera-division.com