Hamburg (dpa) - 16.03.2007, 17:31 Uhr
Der deutsche Trainer Antoine Hey will trotz des Rauswurfs durch das gambische Sportministerium auch künftig als Nationaltrainer des afrikanischen Landes arbeiten.
Jedoch müssten zunächst interne Schwierigkeiten zwischen dem gambischen Fußball-Verband und der Regierung geklärt werden, sagte Hey der dpa. Zudem müsse ihm das Ministerium als «Sponsor des Trainervertrags» noch vier ausstehende Monatsgehälter bezahlen. «Das ist keine Art und Weise, mit einem Trainer auf diesem Niveau umzugehen. Das wirft ein schlechtes Licht auf den gambischen Fußball», betonte der ehemalige Bundesliga-Profi des FC Schalke 04.
«Ich bin jetzt erst mal auf Eis gelegt», sagte Hey. Der Solidarität des Verbandes und seiner Nationalspieler sei er sich aber weiter sicher. Zum Qualifikationsspiel für den Afrika Cup am kommenden Samstag gegen Guinea werde er nicht anreisen. Zudem werde zum jetzigen Zeitpunkt kein Akteur aus Europa dabei sein, da zuerst noch etliche Spieler «reichlich Reisekosten zurückerstattet bekommen» müssten, erklärte der 36-Jährige.
Das Sportministerium hatte Hey am 15. März entlassen. Wie gambische Medien berichteten, habe der Ex-Schalker keinen formalen Vertrag, sondern nur mündliche Absprachen getroffen. Hey trainiert seit September 2006 die gambische Nationalelf. In Afrika hatte er zuvor bereits als Nationalcoach Lesothos Erfahrungen gesammelt.