Nach der Massenschlägerei im englischen Ligapokalfinale zwischen den Londoner Rivalen FC Chelsea und FC Arsenal könnte die Skandalpartie nun auch für Arsenal-Coach Arsene Wenger unangenehme Folgen haben.
Weil Wenger nach der 1:2-Niederlage Ende Februar einen Schiedsrichterassistenten als «Lügner» bezeichnet haben soll, drohen dem 57-Jährigen eine Sperre oder eine Geldstrafe. Englands Fußballverband FA warf dem Franzosen am Donnerstag «unpassendes Verhalten» vor, mit dem er den Fußball in einen «schlechten Ruf» gebracht habe. Wenger, der das FA-Disziplinarsystem als «nicht ehrlich» bezeichnete, kann sich bis Ende März zu den Vorwürfen äußern.
In der Partie waren die Arsenal-Profis Emmanuel Adebayor und Kolo Toure sowie Chelseas Mikel Jon Obi vom Platz geflogen. Die FA sperrte anschließend Adebayor für vier Spiele, da Fernsehbilder belegten, dass er Chelseas Verteidiger Wayne Bridge geschlagen hatte. Die FA hatte zudem gegen beide Clubs Anklage wegen «provokativen und/oder gewalttätigen Verhaltens» von Spielern und Club-Offiziellen erhoben.