Drogba: Kein Streit mit Ballack - Mourinho bleibt
London (dpa) - 18.01.2007, 22:01 Uhr
Michael Ballack (l) und Didier Drogba in einem Premier-League-Spiel.
Didier Drogba bestreitet Auseinandersetzungen mit Michael Ballack und will auch von einer Team-Revolte beim FC Chelsea gegen den deutschen Fußball-Nationalspieler nichts wissen. «Diese Geschichte ist völliger Blödsinn», sagte der Stürmer des englischen Meisters in einem Interview des Fachmagazins «kicker». Trainer José Mourinho hat sich nach den jüngsten Abwanderungsspekulationen erstmals zu seiner Zukunft erklärt. «Ich werde meinen Vertrag bis 2010 erfüllen», sagte der Portugiese in einem Fernsehinterview mit der BBC. Mourinho knüpfte seine Zusage jedoch an eine Voraussetzung: «Die Unterstützung des Vorstands muss ernst gemeint sein.» Geschäftsführer Peter Kenyon versicherte in dem gleichen Interview: «Vorstand und Clubbesitzer unterstützen José voll und ganz.» Seit vergangener Woche spekuliert die britische Presse über einen vorzeitigen Abgang des zuletzt umstrittenen Trainers. Als mögliche Nachfolger wurden Guus Hiddink, Didier Deschamps, Juande Ramos und neuerdings auch der ehemalige englische Nationalcoach Sven Göran Eriksson gehandelt.
Drogba äußerte statt Kritik überraschend Lob für Ballack, obwohl der deutsche Nationalmannschafts-Kapitän nach seinem Wechsel vom FC Bayern nach London bisher noch nicht der erhoffte Leistungsträger auf dem Platz war. «Ich schätze ihn sehr, er hat viele Qualitäten. Vor allem seine Physis hilft uns weiter», sagte der Angreifer von der Elfenbeinküste. Ungeachtet der auf der Insel weit verbreiteten Ansicht, dass die Stimmung beim FC Chelsea schlecht sei, nahm der 28-Jährige den bisher ebenso hinter den Erwartungen zurückgebliebenen 45-Millionen-Euro- Einkauf Andrej Schewtschenko in Schutz, obwohl ihm auch zu dem Ukrainer nicht gerade das beste Verhältnis nachgesagt wird. «Die Liga in England ist schon etwas Besonderes. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Andrej hat hier eine neue Welt kennen gelernt, eine andere Spielweise und andere Abwehrspieler.» Er sei sicher, dass ein «großartiger Spieler» wie der Stürmerstar sein Niveau wiederfinden werde. |