Beckham könnte Real auf Schadensersatz verklagen
Madrid (dpa) - 16.01.2007, 14:10 Uhr
In Madrid wird Beckham laut Coach Capello nur noch auf der Tribüne sitzen.
Real Madrid droht wegen der Ausmusterung von Fußballstar David Beckham möglicherweise eine Schadensersatzklage in Millionenhöhe. Mehrere spanische Rechtsexperten wiesen darauf hin, dass sowohl Beckham selbst als auch dessen Werbepartner den spanischen Rekordmeister verklagen könnten. Sie bezogen sich damit auf die Ankündigung von Real-Trainer Fabio Capello in der vorigen Woche, dass der 31-Jährige nicht mehr für die «Königlichen» spielen werde. «Beckham und jeder seiner Werbepartner könnten Real wegen Schädigung von Werberechten verklagen», sagte der Professor für Arbeitsrecht, Fernando Pérez Espinosa, der Sportzeitung «As». «Capello hat sich auf das Gebiet der Sanktionen begeben. Ein Trainer darf aber nur taktische Entscheidungen treffen.»
Der Anwalt Javier Hervas wies darauf hin, dass Profi-Sportler nach spanischem Recht auf Grund ihrer Verträge Anspruch auf eine Beschäftigung hätten, mit Ausnahme bei Verletzungen oder Sanktionen. Ein Sportjurist meinte: «Die Äußerungen von Capello könnten für Beckham noch Gold wert sein.» Der Engländer könne verlangen, dass sein Vertrag mit Real aufgelöst werde. Derweil war weiter unklar, wann Beckham zu seinem künftigen Club Los Angeles Galaxy in die USA wechseln wird. Beckhams Sprecher Simon Oliveira betonte: «David wird seinen Vertrag bei Real bis zum Ende der Saison mit der gewohnten Professionalität erfüllen.» Zuvor hatte es geheißen, dass der Engländer mit den Madrilenen über eine vorzeitige Vertragsauflösung verhandele. Bei LA Galaxy hatte man wenig Hoffnung, schon im April zum Auftakt der Saison in den USA den Weltstar einsetzen zu können. «Unsere Planungen laufen darauf hinaus, dass wir den Spieler erst im Sommer hier begrüßen können», sagte der Clubmanager Alexi Lalas.
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