Buenos Aires (dpa) - 12.08.2004, 21:10 Uhr
Diego Maradona (r) besucht mit seiner Tochter Staatspräsident Nestor Kirchner.
Der ehemalige Fußball-Star Diego Maradona hat sich mit dem argentinischen Staatspräsidenten Néstor Kirchner getroffen.
Die beiden führten ein 20-minütiges Gespräch im Präsidentenpalast von Buenos Aires, bei dem es um Maradonas Bestreben gegangenen sein dürfte, seine Drogen-Therapie nicht länger in Argentinien, sondern im Ausland fortsetzen zu wollen. Weder der 43 Jahre alte, herzkranke und drogenabhängige Maradona, noch Kirchner machten allerdings Angaben zu dem Gespräch. Begleitet wurde der Weltmeister von 1986 von seinem medizinischen Betreuerstab und einer seiner beiden Töchter.
Sowohl Maradona selbst, als auch der medizinische Betreuerstab des exzentrischen Stars, wollen seine Behandlung möglicherweise in Kuba oder in der Schweiz fortsetzen. Seine frühere Frau Claudia Villafañe und auch seine Eltern sprachen sich jedoch gegen eine Rückkehr Maradonas nach Kuba aus, weil die bisherige Behandlung dort keinen Erfolg gehabt habe. Auf der Insel unterzog sich der Ex-Weltklasse- Fußballer für insgesamt rund vier Jahre bereits entsprechenden Behandlungen.
Maradona war Ende April wegen akuter Herz- und Lungenprobleme zwei Mal kurz nacheinander auf der Intensivstation der Klinik «Suizo- Argentina» in Buenos Aires behandelt worden. Anschließend war er in die «Clínica Privada del Parque» in Castelar westlich der Hauptstadt gebracht worden, wo Suchtkranke und Psychiatriepatienten behandelt werden. Bereits vor vier Jahren wäre Maradona fast an einer Überdosis Kokain gestorben.