Odonkor darf doch in Deutschland operiert werden
Sevilla (dpa) - 23.11.2006, 15:16 Uhr
Bei David Odonkor wurde bei einer Untersuchung eine Knorpelabsplitterung diagnostiziert.
Fußball-Nationalspieler David Odonkor darf sein verletztes Knie nun doch in Deutschland operieren lassen. Sein spanischer Arbeitgeber Betis Sevilla zog seine Einwände zurück. Der abstiegsgefährdete Club der Primera División erlaubte es dem 22-Jährigen ferner, den ersten Teil der Rehabilitation in der Heimat zu verbringen. Betis hatte Odonkor aus Deutschland nach Spanien zitiert und von seinen Vereinsärzten untersuchen lassen. Diese bestätigten die Diagnose des deutschen Nationalmannschafts-Arztes Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der eine Knorpelabsplitterung im rechten Kniegelenk festgestellt hatte. Der Mittelfeldspieler wird etwa drei Monate pausieren müssen. Er werde am 27. November in Deutschland operiert werden, teilte Betis-Chefarzt Tomás Calero mit. Odonkor hatte sich eigentlich schon in Augsburg operieren lassen wollen. Sein Club untersagte den Eingriff jedoch und pochte auf ein Erscheinen des Ex-Dortmunders in Sevilla. «Ich möchte keinen Ärger mit dem Verein haben», sagte Odonkor nach Angaben der Lokalzeitung «Diario de Sevilla». «Deshalb bin ich gekommen und bereit, den Anordnungen des Vereins Folge zu leisten.»
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Odonkor hatte in der Vorwoche nach dem Länderspiel auf Zypern (1:1) über Schmerzen geklagt. Bei dem EM-Qualifikationsspiel hatte er erstmals in einem Pflichtspiel in der Startformation der DFB-Elf gestanden. WM-Teilnehmer Odonkor war im August überraschend für 6,5 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu Betis Sevilla gewechselt. In der südspanischen Metropole konnte er sich bislang keinen Stammplatz erkämpfen. Dem Verein wäre es lieber gewesen, wenn der Spieler bis zu seiner Genesung in Spanien geblieben wäre, damit er sich an die neue Umgebung gewöhnt. «Wir haben aber auch Verständnis dafür, dass er die Operation in der Heimat vornehmen lassen will», sagte Calero. Betis-Trainer Javier Irureta meinte: «Von mir aus kann Odonkor sich auch in China operieren lassen. Für mich zählt allein, dass ich in nächster Zeit nicht auf ihn zurückgreifen kann.»
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