Österreichs Fußballer hoffen auf Klinsmann-Pläne
Wien (dpa) - 20.09.2006, 12:12 Uhr
Andreas Herzog will sich Tipps bei Jürgen Klinsmann in Kalifornien holen.
Mit den Trainingsplänen des Erfolgsduos Jürgen Klinsmann/Joachim Löw sollen Österreichs Fußballer für die Europameisterschaft 2008 im eigenen Land und in der Schweiz in Form gebracht werden. «Wir werden das Modell nicht 1:1 kopieren. Aber Jürgen wird mir Einblick in seine Aufzeichnungen gewähren», sagte Andreas Herzog, der Assistent von Teamchef Josef Hickersberger und frühere Bundesliga-Profi, in einem Interview mit der Tageszeitung «Kurier». «Wir werden auch Vergleichswerte, was den Trainingszustand der deutschen Spieler betraf, bekommen und uns danach richten», sagte Herzog, der mit 103 Länderspielen Rekord-Nationalspieler der Alpenrepublik ist und einst für Werder Bremen und Bayern München in der Bundesliga spielte. Ein Treffen mit Klinsmann in Österreich sei allerdings nicht geplant. «Ich werde zu ihm nach Kalifornien fliegen. Jürgen kommt in der nächsten Zeit nicht mehr nach Europa. Er wird vielleicht Teamchef beim US-Verband, der ohnehin seine Trainingscamps in Klinsmanns unmittelbarer Nähe in Los Angeles hat. Oder er übernimmt Galaxy», sagte Herzog.
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Nach dem 2:2 gegen Costa Rica und der 0:1-Niederlage gegen Venezuela ist das nächste Testspiel gegen Liechtenstein am 6. Oktober in Vaduz «für uns so wichtig wie ein WM-Qualifikationsspiel», sagte Herzog. «Wenn's dort auch wieder schief geht, dann ist das Image unseres ganzen Fußballs kaputt.» Am 21. September will der österreichische Verbandspräsident Friedrich Stickler zudem den britischen Sportwissenschaftler Roger Thomas Spry vorstellen, der für die Fitness der Nationalspieler zuständig sein soll. «Josef Hickersberger hat eine Aufgabe. Und diese Aufgabe heißt, dass wir bei der Europameisterschaft im Juni 2008 eine gute Mannschaft haben. Diese Aufgabe lautet nicht, dass wir jetzt - im Jahr 2006 - in den Spielen gute Resultate haben», sagte Stickler in einem Interview dem Internetanbieter www.sport1.at. Zuletzt hatten die England-Legionäre Paul Scharner (Wigan Athletic) und Emanuel Pogatetz (FC Middlesbrough) heftige Kritik an Hickersberger geübt. Stickler räumte aber auch ein: «Natürlich wollen wir eine Entwicklung dieser Mannschaft sehen. Das ist aber kein Freibrief. Ergebnisse und Auftreten sind nicht egal, weil wir uns auf die EURO konzentrieren.» Am 11. Oktober kommt es in Innsbruck zu einem Kräftemessen zwischen Österreich und der Schweiz.
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