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Favoriten starten siegreich in EM-Qualifikation

Hamburg/Teplice (dpa) - 02.09.2006, 22:22 Uhr

Spieler der englischen Nationalmannschaft bejubeln das 2:0 gegen Andorra.
Spieler der englischen Nationalmannschaft bejubeln das 2:0 gegen Andorra.

Deutschlands vermeintlich stärkster Gruppengegner Tschechien und Titelverteidiger Griechenland haben einen Fehlstart in die Qualifikation zur Fußball-EM 2008 nur knapp vermieden.

Die Ersatz geschwächten Tschechen mühten sich auf dem Weg zum Turnier in der Schweiz und Österreich in Teplice gegen Wales zu einem 2:1 (0:0)-Erfolg. Die von Otto Rehhagel trainierten Griechen kamen in Moldawien nur zu einem 1:0 (0:0)-Sieg.

DFB-Kontrahent Slowakei gab sich keine Blöße und schlug Zypern in Bratislava mit 6:1 (3:0). Die Bundesliga-Profis Marek Mintal, der zwei Mal traf, und Miroslav Karhan trugen sich für den übernächsten deutschen Gegner in der Gruppe D in die Torschützenliste ein.

Klaus Toppmöller hat mit Georgiens Nationalmannschaft derweil eine Überraschung gegen Vize-Weltmeister Frankreich verpasst. Der deutsche Trainer unterlag mit seinem Team gegen die «Equipe Tricolore» in Tiflis mit 0:3 (0:2). England wurde seiner Favoritenrolle ebenso gerecht und setzte sich im heimischen Old Trafford Stadion von Manchester auch ohne seinen gesperrten Stürmerstar Wayne Rooney gegen Andorra mit 5:0 (3:0) durch.

Gegen die in ihrer Anfangsformation mit neun Spielern aus dem WM-Finale angetretenen Franzosen war die Auswahl von Toppmöller chancenlos. Im ersten Pflichtspiel ohne den zurückgetretenen Zinédine Zidane führte der zu dessen Nachfolger auserkorene Franck Ribery erfolgreich Regie und bereitete auch die ersten beiden Treffer durch Florent Malouda (7. Minute) und Louis Saha (15.) vor. In der zweiten Hälfte schraubte ein Eigentor von Malkhaz Asatiani (46.) das Ergebnis in die Höhe und bereitete dem Weltmeister von 1998 vier Tage vor der erhofften Revanche für das verlorene WM-Finale gegen Italien in Paris einen gelungen Qualifikations-Auftakt.


In Manchester ließ England im ersten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Steve McClaren und ohne den von diesem aussortierten Superstar David Beckham nie Zweifel an einem klaren Erfolg aufkommen. Der nach seiner Roten Karte im WM-Viertelfinale gegen Portugal gesperrte Rooney wurde in seinem Heimstadion ebenfalls nicht vermisst. Der für ihn eingesetzte Jermaine Defoe (37./48.) von Tottenham Hotspur erzielte zwei Tore. Auch dessen Sturmpartner Peter Crouch (5./67.) vom FC Liverpool war doppelt erfolgreich. Dessen Vereinskollege Steven Gerrard (13.) erzielte den weiteren Treffer für die «Three Lions», bei denen der Bayern-Profi Owen Hargreaves über 90 Minuten zum Einsatz kam.

David Lafata erlöste die ohne den verletzten Hamburger David Jarolim und mehrere weitere Stammspieler angetretenen Tschechen gegen Wales mit seinen Toren in der 76. und 89. Minute gleich zwei Mal. Zwischendurch hatte Martin Jiraneks (85.) Eigentor den Erfolg noch gefährdet. Nachbar Slowakei traf dafür gleich im halben Dutzend. Der wieder genesene Nürnberger Mintal war dabei zwei Mal erfolgreich. Wolfsburgs Karhan traf ebenfalls und verhalf dem übernächsten deutschen Gegner zur Tabellenführung in der Gruppe D.

In Griechenland dürfte Otto Rehhagel weiter Kritik ausgesetzt sein. In Moldawien kam der erlösende Siegtreffer für den Europameister durch Nikolaos Lymperopoulos erst zwölf Minuten vor Schluss. Bosnien-Herzegowina übernahm durch ein 5:2 auf Malta, zudem der Leverkusener Sergej Barbarez den ersten Treffer beisteuerte, die Tabellenführung in der Gruppe C. Auch Norwegen zeigte sich beim 4:1 in Ungarn treffsicherer als die Griechen.

Schottland und Island schafften ebenso einen überzeugenden Start in die EM-Qualifikation. In Glasgow setzten sich die Schotten gegen die Färöer-Inseln mit 6:0 (5:0) durch. Für den Außenseiter war es nach dem 0:6 gegen Georgien bereits die zweite Niederlage in der Ausscheidungsrunde. Das vom ehemaligen Bundesliga-Profi Eyjölfur Sverrisson betreute Island, bei dem Barcelona-Star Eidur Gudjohnsen hervorstach, kam in Nordirland zu einem 3:0 (3:0)-Erfolg.

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