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Cole zum FC Chelsea, Gallas zum FC Arsenal

01.09.2006, 15:29 Uhr

Chelseas William Gallas (r) bremst Barcelonas Lionel Messi aus.
Chelseas William Gallas (r) bremst Barcelonas Lionel Messi aus.

London (dpa) - Der längste Transferpoker in der Geschichte der Premier League ist nach 18 Monaten zähen Verhandlungen überraschend zu Ende gegangen: Der englische Fußball- Nationalspieler Ashley Cole wechselt vom FC Arsenal zum Londoner Rivalen FC Chelsea.

Im Tausch trägt der Franzose William Gallas zukünftig das Trikot der «Gunners». Zusätzlich überweist der englische Meister umgerechnet 7,4 Millionen Euro an den diesjährigen Champions-League-Finalisten.

Seit Anfang 2005 hielt die «Cole-Saga» die englische Presse auf Trab. Damals verhandelte Chelsea heimlich mit dem englischen Abwehrspieler über einen Transfer. Da das nach den Vorschriften der Premier League verboten ist, wurden Club, Trainer José Mourinho und Cole zu Rekordstrafen von mehreren hunderttausend Euro verurteilt. Seit Monaten verging kein Tag, an dem nicht über den Stand der Verhandlungen berichtet wurde. Arsenal verlangte 37 Millionen Euro Ablöse, Chelsea wollte nicht mehr als 24 Millionen zahlen.

Cole, der zur Überraschung aller erst vor einem Jahr seinen Vertrag bei Arsenal bis 2008 verlängert hatte, lästerte öffentlich über den Club, für den er seit seinem 16. Lebensjahr spielte. Trainer Arsène Wenger verbannte seinen Schützling daraufhin ins Reserveteam und verweigerte ihm die Teilnahme an den Aufnahmen für das offizielle Mannschaftsfoto.

Auch zwischen Gallas und dem FC Chelsea herrschte seit vielen Wochen Eiszeit. Der französische Vizeweltmeister verlängerte eigenmächtig seinen Urlaub, um so einen Wechsel zum AC Mailand zu erzwingen. Trainer Mourinho vergab daraufhin Gallas' geliebte Trikotnummer 13 an Michael Ballack und strich den 29-Jährigen aus dem Kader. Dennoch bewegten sich die Verhandlungen zwischen den Londoner Erzrivalen lange Zeit kaum.

Erst wenige Minuten vor Ende der Wechselfrist kam es zu einer nicht mehr für möglich gehaltenen Einigung. Die Boulevardpresse ist sich einig: «Das bittere Ende des bösartigsten Transfers in der Fußballgeschichte» («The Sun») hat «keine Sieger» («Daily Telegraph»). Der «Mirror» schreibt sogar «Mourinho im Krieg», da Gallas angeblich hinter seinem Rücken verkauft wurde.


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