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Streit um Ballacks Nr. 13 eskaliert - Gallas tobt

03.08.2006, 13:10 Uhr

Michael Ballacks Start beim FC Chelsea verläuft sehr lebendig.
Michael Ballacks Start beim FC Chelsea verläuft sehr lebendig.
 
 

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Los Angeles/London (dpa) - Der Streit um Michael Ballacks Rückennummer 13 beim FC Chelsea ist eskaliert. Ballacks Teamkollege William Gallas fordert seine angestammte Nummer zurück.

Gallas, der seit fünf Jahren die 13 trug, ließ durch seinen Berater Pierre Frelot ausrichten, er erwarte, auch weiterhin mit dieser Rückennummer auflaufen zu können. «Es ist nicht möglich, Ballack das Nummer-13-Shirt zu geben, ohne zuerst mit William zu sprechen», sagte Frelot.

«Als ich zu Chelsea kam, wollte ich schon die 13 und war dann traurig, als sie schon vergeben war. Also habe ich die 19 akzeptiert, aber vor zwei Tagen kam der Coach zu mir und sagte: Du kannst die 13 jetzt doch haben'», erklärte Ballack. Mourinhos Meinungsumschwung gilt als Disziplinar-Maßnahme für Gallas, der den Verein im Mai verlassen wollte und nach der strapaziösen WM in Deutschland auf die USA-Reise verzichtete. «William trägt seit fünf Jahren dieses Trikot und er erwartet, es auch weiterhin zu tragen», machte Frelot klar.

 

Der Trikotstreit ist die jüngste Posse in einem Verhandlungspoker um Gallas, bei dem beide Seiten mit allen Tricks arbeiten. Chelsea will den Verteidiger, dessen Vertrag in einem Jahr ausläuft, unbedingt halten. Der Club unterbreitete Gallas bereits einen Vier-Jahres-Kontrakt, der eine Gehaltsverdoppelung vorsieht. Doch der französische Vize-Weltmeister wollte erst zum AC Mailand wechseln, nahm nach dem Bestechungsskandal in Italien jedoch davon Abstand.

Als der Franzose nicht zum Trainingsauftakt in Los Angeles erschien, platzte José Mourinho der Kragen. «Damit hat er sich respektlos verhalten, und das kann ich überhaupt nicht leiden», tobte der Trainer. Gallas reichte ein ärztliches Attest ein und erklärte, er sei noch «zu erschöpft» von der Weltmeisterschaft.

Derweil versucht Ballack weitere Diskussionen um potenzielle Probleme bei seinem neuen Club schon im Keim zu ersticken. Ob er mit Mittelfeld-Chef Frank Lampard vom Spielertyp her nicht zu ähnlich sei, um gemeinsam effektiv zu sein, fragen englische Reporter den 70-maligen deutschen Nationalspieler immer wieder. «Frank ist ein toller Spieler. Wir haben noch nicht wirklich über unser Zusammenpassen gesprochen, denn ich habe ihn erst vor zwei Tagen getroffen, aber jeden Tag wird das Verständnis im Training besser», meinte Ballack. Englische Medien prophezeien bereits einen Machtkampf zwischen den beiden Mittelfeld-Strategen um die Führungsrolle. Zumindest als Topverdiener bei den «Blues» hat Ballack Lampard bereits abgelöst.


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