Juve in Berufung - Saisonstart verschoben
Rom (dpa) - 01.08.2006, 20:20 Uhr
Zlatan Ibrahimovic wird das Juve-Trikot wohl nicht mehr überziehen.
Juventus Turin hat vor dem Schiedsgericht des Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) Einspruch gegen seinen Zwangsabstieg in die Zweite Liga eingelegt. Der italienische Fußball-Meister, dem die letzten beiden Titel aberkannt wurden, war wegen seiner Verwicklung in den Manipulations-Skandal in zweiter Instanz vom Sportgericht des Fußballverbands (FIGC) zum Zwangsabstieg und zu 17 Strafpunkten in der nächsten Serie-B-Saison verurteilt worden. Als Folge des Skandals wurde der Start der italienischen Meisterschaft auf das Wochenende 9./10. September verschoben. Wie die Liga mitteilte, startete die Serie A statt am 27. August nun am 10. September; sie endet am 27. Mai 2007. Die Serie B beginnt einen Tag früher und geht am 10. Juni 2007 zu Ende.
Juve werden vor dem CONI-Gericht nur geringe Chancen auf Strafminderung eingeräumt. Club-Präsident Giovanni Cobolli Gigli hatte angekündigt, auf weitere Berufungsklagen zu verzichten, wenn Juve in der Serie B zumindest ohne Strafpunkte starten könne. Sollte das CONI-Gericht das Urteil jedoch bestätigen, will der Club vor das römische Verwaltungsgericht ziehen und damit die Zivilgerichte anrufen. Juve hat als erster der im Fußball-Skandal verurteilten Clubs erneut Berufung eingelegt. Die zu Punktabzügen verurteilten AC Florenz und Lazio Rom haben das CONI-Gericht noch nicht angerufen. Der AC Mailand hatte seine Punktstrafe akzeptiert. |