Juve geht in die Berufung, aber die Stars flüchten
Rom (dpa) - 01.08.2006, 16:51 Uhr
Zlatan Ibrahimovic wird das Juve-Trikot wohl nicht mehr überziehen.
Juventus Turin hat vor dem Schiedsgericht des Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) Einspruch gegen seinen Zwangsabstieg in die Zweite Liga eingelegt. Der italienische Fußball- Rekordmeister war wegen seiner Verwicklung in den Manipulations- Skandal in zweiter Instanz vom Sportgericht des Fußballverbands (FIGC) zum Zwangsabstieg und zu 17 Strafpunkten in der nächsten Serie-B-Saison verurteilt worden. Außerdem waren Juve die letzten beiden Meistertitel aberkannt worden. Juve werden vor dem CONI-Gericht nur geringe Chancen auf Strafminderung eingeräumt. Club-Präsident Giovanni Cobolli Gigli hatte angekündigt, auf weitere Berufungsklagen zu verzichten, wenn Juve in der Serie B zumindest ohne Strafpunkte starten könne. Sollte das CONI-Gericht das Urteil jedoch bestätigen, will der Club vor das römische Verwaltungsgericht ziehen und damit die Zivilgerichte anrufen.
Juve hat als erster der im Fußball-Skandal verurteilten Clubs erneut Berufung eingelegt. Die zu Punktabzügen verurteilten AC Florenz und Lazio Rom haben das CONI-Gericht noch nicht angerufen. Der AC Mailand hatte seine Punktstrafe akzeptiert. Zuvor hatten bereits die als Drahtzieher der Liga-Manipulationen verurteilten ehemaligen Juve-Manager Luciano Moggi und Antonio Giraudo sowie AC Mailands Vize-Präsident Adriano Galliani Einspruch beim CONI eingelegt. |