Türkische Charmeoffensive in Deutschland
Frankfurt/Main (dpa) - 31.07.2006, 13:51 Uhr
Ein Feuerwerk wird vor dem Spielbeginn Galatasaray - Besiktas im Stadion gezündet.
Der Auftakt ist gelungen. Mit dem Spiel um den türkischen Supercup zwischen Meister Galatasaray und Pokalsieger Besiktas Istanbul in der Frankfurter Commerzbank-Arena startete der Türkische Fußball-Verband (TFF) seine Werbeoffensive in eigener Sache. Eine Initiative, die nach den Vorkommnissen beim Playoff-Spiel zur Weltmeisterschaft in Deutschland gegen die Schweiz am 16. November 2005 in Istanbul dringend notwendig geworden ist. «Wir wissen um die vielen Anhänger des türkischen Fußballs in Deutschland und wollten den Fans die Gelegenheit bieten, die beiden Topmannschaften der vergangenen Saison in einem echten Wettbewerb zu erleben», erläuterte der Generalsekretär des Türkischen Fußball-Verbandes (TFF), Lutfi Aribogan, die Beweggründe, den neu geschaffenen Supercup in Deutschland stattfinden zu lassen. Wie richtig die TFF mit ihrer Entscheidung lag, dokumentierten die 25 500 Zuschauer in der Commerzbank-Arena. Damit erfüllten sich die Erwartungen des Veranstalters zwar nicht ganz, die Resonanz war aber dennoch deutlich höher als beim deutschen Ligapokal einen Tag zuvor in Düsseldorf. «Wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Natürlich gibt es noch Steigerungspotenzial. Für das erste Mal war das aber sehr erfreulich», sagte der Marketing-Direktor des Türkischen Fußball-Verbandes (TFF), Cem Ülkeroglu.
Zufrieden zeigte sich auch der Geschäftsführer der Frankfurter Stadion Management GmbH, Patrick Meyer. Schließlich hat sich Frankfurt nach der erfolgreichen Austragung des Supercups für weitere türkische Auftritte in Position gebracht. Fest steht bereits, dass die türkische Nationalmannschaft am 6. September ihr erstes EM-Qualifikationsspiel gegen Malta unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Mainmetropole austragen wird. Die Wahrscheinlichkeit ist zudem hoch, dass auch die anderen beiden Begegnungen gegen Moldawien (11. Oktober) und Norwegen (28. März 2007) in der Commerzbank-Arena stattfinden. Insgesamt muss die Türkei auf Anordnung der UEFA drei Partien vor leeren Rängen im Ausland austragen. «Wir sind uns mit dem türkischen Verband bereits einig. Nur wenn das erste Spiel gegen Malta verloren geht, werden sie wohl nicht wiederkommen», erklärte Meyer. |