Buenos Aires (dpa) - 21.07.2006, 15:57 Uhr
Alfio Basile holte 2005 mit den Boca Juniors den Sieg im Finale der Copa Sudamericana.
Kurz nachdem Ex-Coach José Pekerman auch gegenüber Verbandspräsident Julio Grondona seinen Rücktritt als Trainer der Nationalmannschaft bekräftigt hatte, unterbreitete die AFA dem ehemaligen Auswahlcoach Alfio Basile von Weltpokalsieger Boca Juniors ein Angebot.
Ein Ende der Trainersuche in Argentinien zeichnet sich damit schneller ab als erwartet. «Basile hat mir gesagt, dass der Ball nun bei uns liegt», kommentierte Boca-Präsident Mauricio Macri die Offerte, die für ihn «aus dem Nichts» gekommen sei. «Ich muss nun Ruhe bewahren. Wir brauchen ein paar Tage, um den besten Weg zu finden», sagte Macri, der sich selbst bereits schon für ein Engagement von Diego Maradona als Nationaltrainer stark gemacht hatte. «Es gibt keinen Grund zur Eile», mahnte Macri zur Geduld, das nächste wichtige Turnier sei der America-Cup im nächsten Jahr.
Allerdings will Verbandschef Grondona nach dem Rücktritt von Pekerman im Anschluss an den verlorenen Viertelfinal-Elfmeterkrimi gegen Deutschland am 30. Juni in Berlin so schnell wie möglich den begehrten Posten neu besetzen. Sollten die Boca Juniors Basile die Freigabe erteilen, werde «El Coco» erneut die argentinische Auswahl trainieren, bestätigte er am Freitag argentinischen Medien, nachdem der 62-Jährige die «Albiceleste» bereits nach dem verlorenen WM-Finale 1990 übernommen und bei der WM 1994 betreut hatte.
«Ich denke, Grondona hat sich wegen seiner hervorragenden Ergebnisse für Basile entschieden. Seine Persönlichkeit wird auch ein Faktor sein», meinte Boca-Präsident Macri. Steine will der Verein seinem erfolgreichen Coach offenbar nicht in den Weg legen. «Wir werden eine sensible Lösung finden», meinte der Boca-Boss. Zwar würde er Basile gerne behalten. Allerdings soll sich der ehemalige Maradona-Club auch schon einen Nachfolger ausgeschaut haben. Demnach soll Pekerman-Vorgänger Marcelo Bielsa vor einem Engagement bei den Juniors stehen.