Grund: Zum einen könnten die bestraften Clubs in den kommenden Wochen bei einem römischen Verwaltungsgericht Einspruch gegen die Urteile der Sportjustiz einreichen. Zum anderen sind die Ermittlungen gegen weitere Vereine noch im Gange. Dabei geht es vor allem um Reggina, Empoli und Lecce. «Die Ergebnisse der Ermittlungen könnten zu einem weiteren schweren Urteil führen, das wieder ein Erdbeben in der Zusammensetzung der Liga auslöst», hieß es bereits. Auch ist ungewiss, ob der kommissarische Verbandschef Guido Rossi in der Lage sein wird, bis Ende Juli die Liste der italienischen Clubs vorzulegen, die sich an der Champions League beteiligen werden, hieß es aus FIGC-Kreisen. Bereits zwei Tage vor dem Beginn der Berufungsverhandlung hatte nun auch die Staatsanwaltschaft von Neapel offizielle Ermittlungen gegen acht in den Skandal verwickelte Funktionäre des Serie-A-Clubs Reggina aufgenommen. Die Staatsanwälte Filippo Beatrice und Giuseppe Narducci werfen ihnen Sportbetrug vor. Unter anderem hätten der Präsident des kalabrischen Vereins, Lillo Foti, sowie vier Schiedsrichtern einen so genannten «Avviso di garanzia» (Ermittlungsbescheid) erhalten. Sie sollen in der Saison 2004/2005 versucht haben, sechs Spiele zu manipulieren.
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