Die Staatsanwaltschaft von Neapel hat offizielle Ermittlungen gegen acht in den italienischen Fußballskandal verwickelte Funktionäre aufgenommen.
Die Staatsanwälte Filippo Beatrice und Giuseppe Narducci, die Unregelmäßigkeiten rund um den Serie-A-Club Reggina nachgehen, werfen den Funktionären Sportbetrug vor. Unter anderem hätten der Präsident der kalabrischen Gesellschaft, Lillo Foti, sowie vier Schiedsrichtern einen so genannten «Avviso di garanzia» (Ermittlungsbescheid) erhalten. Sie sollen in der Meisterschaft 2004-2005 versucht haben, insgesamt sechs Spiele zu manipulieren.
Unter den betroffenen Schiris ist auch erneut Massimo De Santis, der bereits im Sportverfahren des nationalen Fußballverbandes (FIGC) zu einem viereinhalbjährigen Berufsverbot verurteilt wurde. De Santis soll einer der engsten Komplizen des früheren Juve-Managers Luciano Moggi gewesen sein, der als Drahtzieher der Liga-Manipulationen gilt.
In erster Instanz hatte das Sportgericht des Fußballverbandes Juventus Turin, den AC Florenz und Lazio Rom aus der ersten in die zweite Liga zurückgestuft und den AC Mailand mit Punktabzügen in der Serie A bestraft.