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Rooney heißestes Objekt an der Spielerbörse

Lissabon (dpa) - 28.06.2004, 13:03 Uhr

Wayne Rooney freut sich über sein zweites Tor gegen Kroatien.
Wayne Rooney freut sich über sein zweites Tor gegen Kroatien.

Auf dem Spielermarkt ist der englische Wunderstürmer Wayne Rooney nach seinen vier EM-Toren das begehrteste Objekt der Begierde.

Im Mittelpunkt des Wettbietens um den genialen Torjäger steht der russische Öl-Milliardär und Eigner des Londoner Clubs FC Chelsea, Roman Abramowitsch, auf dessen Einkaufszettel jeder Star zu stehen scheint. Allerdings ist er nicht bereit, die von Rooneys Club FC Everton geforderten 75 Millionen Euro Ablöse auf den Tisch zu legen. «Für die Summe kriegen sie ihn nirgendwo los», sagte Chelsea-Boss Peter Kenyon und setzte 45 Millionen als Limit.

Den 18-jährigen Rooney selbst lockt Chelsea laut englischer Zeitungen mit der Traumgage von 185 000 Euro wöchentlich. Möglicherweise ist das aber nicht genug. Manchester United, das nach dem Abgang von David Beckham an Vitalität verloren hat, soll dem Premier-League-Rivalen Everton 49,5 Millionen Euro für den Shootingstar offeriert haben.

Die Tage des bei der EM nicht überzeugenden Beckham bei Real Madrid, das für ihn vor einem Jahr 25 Millionen Euro zahlte, sollen im übrigen gezählt sein. Wie der «Daily Mirror» berichtete, möchte der englische Nationalmannschaftskapitän wieder in die Heimatstadt London zurück, um wieder bei seiner Frau Victoria sowie seinen Kindern Brooklyn und Romeo zu sein. Wie Beckham wird auch für seine Teamkollegen Steven Gerrard vom FC Liverpool und Owen Hargreaves, der Rekordmeister Bayern München trotz eines bis 2006 datierten Vertrages verlassen will, der FC Chelsea als erste Adresse genannt.

Fest steht dagegen der Wechsel des tschechischen Nationaltorwarts Petr Cech, der mit 22 Jahren schon großer Rückhalt seines ins EM-Halbfinale eingezogenen Teams ist, zum Abramowitsch-Club. «Das ist eine historische Sache für mich», so Czech, der zuletzt für Stade Rennes spielte.


Lachender Dritter im Buhlen um Portugals Spielmacher Deco zwischen Bayern München und Chelsea ist wohl der FC Barcelona. Die Katalanen stünden mit dem aus Brasilien stammenden Fußball-Star vor einer Einigung über eine Verpflichtung, berichtete die Sportpresse in Spanien und Portugal am Montag. Auch mit Decos bisherigem Verein FC Porto sei «Barça», das rund 20 Millionen Euro Ablöse an den Champions-League-Sieger zahlen soll, weitgehend einig. Handelseinig ist sich der FC Barcelona offenbar mit dem Schweden Henrik Larsson, der ablösefrei von Celtic Glasgow wechseln kann. Ortsrivale Glasgow Rangers holte den Kroaten Dado Prso von AS Monaco, der einen millionenschweren Kontrakt bis 2007 erhielt.

Zum Sammelbecken alternder Stars entwickelt sich immer mehr der französische Ex-Meister Olympique Marseille. Nach Torwart Fabien Barthez (33), der seinen Stammplatz bei Manchester United verlor, zieht es möglicherweise auch Kapitän Marcel Desailly vom FC Chelsea ans Mittelmeer. Dort ist auch Ex-Bayer Bixente Lizarazu im Gespräch, den sein Nationalcoach Jacques Santini noch überreden möchte, zum Premier-League-Club Tottenham Hotspur zu wechseln.

Auch Italiens bei der EM nur durch seine «Spuck-Affäre» in den Blickpunkt gerückter Superstürmer Francesco Totti vom AS Rom flirtet mit zwei Clubs: den AC Mailand und Real Madrid. Die «Königlichen» holten zunächst den an den AS Monaco ausgeliehenen Torjäger Fernando Morientes zurück, der beim neuen Real-Coach Jose Antonio Camacho wieder erste Wahl sein soll.

Unmittelbar nach der EM will Tomas Rosicky entscheiden, ob er bei Borussia Dortmund bleibt oder geht. «Jetzt etwas darüber zu sagen, würde nur für Unruhe im tschechischen Team sorgen», sagte Rosicky-Manager Pavel Paska. Als Interessenten gelten der FC Chelsea und der FC Liverpool. Weiter Rätselraten gibt es um Nationaltorwart Oliver Kahn, der nach dem EM-K.o. bekräftigte, den FC Bayern verlassen zu wollen. Dagegen kehrt der 72-malige Nationalspieler Christian Ziege nach siebenjähriger Wanderschaft in Italien und England in die Bundesliga zurück. Er unterschrieb einen Zwei-Jahres- Vertrag bei Borussia Mönchengladbach.

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