Ägypten gewinnt Afrika-Cup nach Elfmeter-Krimi
Kairo (dpa) - 10.02.2006, 22:38 Uhr
Der Trainer der ägyptischen Mannschaft freut sich mit den Spielern über den Africa Cup.
Ägypten hat als erste Mannschaft zum fünften Mal den Afrika-Cup gewonnen. Die Gastgeber setzten sich im Finale vor 74 000 Zuschauern im Cairo International Stadium mit 4:2 im Elfmeterschießen gegen den WM-Teilnehmer Elfenbeinküste durch. Zum Matchwinner avancierte dabei der ägyptische Torhüter Essam El Hadary, der zwei Elfmeter abwehren konnte. Nach dem entscheidenden Treffer durch Mohamed Abou-Treika kannte der Jubel in Kairo keine Grenzen. In der Neuauflage des Gruppenspiels, das Ägypten mit 3:1 gewonnen hatte, waren in der regulären Spielzeit und in der Verlängerung keine Treffer gefallen. In der 98. Minute war Ägyptens Kapitän Ahmed Hassan mit einem umstrittenen Foulelfmeter am Pfosten gescheitert.
Zwei Tage nach dem Rauswurf ihres Stars Ahmed Mido fehlte den Ägyptern im Angriff zunächst noch die Durchschlagskraft. Der Stürmer des Premier-League-Clubs Tottenham Hotspur war am Mittwoch für sechs Monate aus dem Nationalmannschafts-Kader ausgeschlossen worden, weil er sich im Halbfinale gegen Senegal (2:1) einen lautstarken Disput wegen seiner Auswechslung mit Trainer Hassan Shehata geliefert hatte. Mido schaute sich das Spiel von der Tribüne aus an. Die erste Hälfte war taktisch geprägt, echte Torchancen ergaben sich kaum. Die größte hatte Ivory-Coast-Profi Kanga Akale (45.), als er nach einem Alleingang mit seinem Schuss am ägyptischen Torhüter Essam El Hadary scheiterte. Ansonsten waren beide Mannschaften in erster Linie darauf aus, keinen Fehler zu machen. |