Nach Terroranschlägen: Belgien gegen Portugal abgesagt

Brüssel (dpa) - 23.03.2016, 13:30 Uhr
Nach Terroranschlägen: Belgien gegen Portugal abgesagt
Das Länderspiel sollte ursprünglich im Stade Roi Baudouin von Brüssel stattfinden. Foto: Laurent Dubrule

Nach den Terroranschlägen von Brüssel ist das für kommenden Dienstag geplante Test-Länderspiel der belgischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Portugal abgesagt worden. Sicherheitserwägungen hätten zu dieser Vorsichtsmaßnahme geführt, teilte der belgische Verband mit.

Die Stadt Brüssel habe um die Absage des Spiels gebeten. Die Partie sollte ursprünglich in der belgischen Hauptstadt ausgetragen werden, als Spielstätte war das König-Baudouin-Stadion vorgesehen.

Zuvor hatten die Belgier bereits ihre für Dienstag und Mittwoch geplanten Trainingseinheiten abgesagt. «Der Fußball ist heute nicht wichtig», hieß es am Tag der Anschläge bei Twitter von dem Team. Viele Spieler wie die früheren Bundesliga-Profis Kevin De Bruyne und Vincent Kompany hatten die Geschehnisse in den Sozialen Netzwerken bestürzt kommentiert.

Bei dem Terrorakt in Brüssel waren am Dienstag mehr als 30 Menschen getötet und etwa 230 verletzt worden.

Der portugiesische Fußball-Verband hatte sich nach eigenen Angaben umgehend mit den Belgiern in Verbindung gesetzt. Bereits kurz darauf hatte es Medienberichte mit Spekulationen über eine mögliche Absetzung des Spiels gegeben.

Im November vergangenen Jahres war kurz nach den Anschlägen von Paris bereits ein Testspiel der Belgier gegen Spanien abgesagt worden - auch dieses Match sollte in Brüssel stattfinden. Die belgische Regierung habe angesichts der erhöhten Terrorstufe zu dieser Maßnahme geraten, hieß es damals in belgischen Medien.

Verbands-Mitteilung