England wahrt WM-Chance: 1:0 gegen Österreich
Manchester/Hamburg (dpa) - 08.10.2005, 19:13 Uhr
Englands Kapitän David Beckham (l) und Andreas Ibertsberger kämpfen um den Ball.
England hat seine Chance auf die direkte Qualfikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nur mit Mühe gewahrt. Die Mannschaft von Trainer Sven-Göran Eriksson tat sich in Manchester beim 1:0 (1:0)-Pflichtsieg gegen Österreich unerwartet schwer. Den entscheidenden Treffer erzielte Frank Lampard (25.) vom FC Chelsea per Foulelfmeter. In der letzten halben Stunde mussten die Gastgeber ohne ihren Kapitän David Beckham (59.) auskommen. Der Star von Real Madrid hatte nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte gesehen. Nach dem Sieg gegen Österreich kommt es zum «Endspiel» in der Gruppe 6 zwischen England und dem spielfreien Tabellenersten Polen. Die Briten müssen gewinnen, um als Gruppenerster zur WM-Endrunde in Deutschland zu fahren. Die Polen haben vor dem letzten Spieltag 24 Punkte, die Engländer liegt zwei Zähler dahinter. Allerdings haben beide Teams noch gute Aussichten, als bester Gruppenzweiter in den acht Qualifikations-Gruppen in Europa direkt zur WM zu kommen.
Im zweiten Spiel der Gruppe feierte Wales mit 3:2 (2:0) in Nordirland den ersten Erfolg in der WM-Qualifikation. In der Gruppe 5 hat Schottland nach dem 0:1 (0:1) gegen Weißrussland kaum noch Hoffnungen, den zweiten Platz zu erreichen. Rumänien gewann in der Gruppe 1 in Finnland mit 1:0 (1:0) und darf sich noch Chancen auf den zweiten Rang und damit auf die Relegationsspiele ausrechnen. Allerdings müsste Konkurrent Tschechien seine beiden letzten Begegnungen gegen die Niederlande und in Finnland verlieren. Vor 70 000 Zuschauern im Stadion Old Trafford begannen die Engländer schwungvoll. Ihr Bemühen, die 0:1-Pleite in Nordirland vergessen zu machen, war spürbar. Die wenigen Chancen machte in der ersten Halbzeit der starke österreichische Torhüter Jürgen Macho zunichte. Nur Lampard (25.) konnte den Lauterer durch den Foulelfmeter überwinden. Zuvor war Michael Owen gefoult worden. Nach der Pause waren die Österreicher im ersten Spiel seit dem Rücktritt ihres Trainers Hans Krankl klar besser und besaßen sehr gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Nach dem Platzverweis für Beckham wirkte die britische Mannschaft wie gelähmt. Nur mit Glück brachte sie den Sieg über die Zeit.
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