Regierung: WM-Boykott in Russland wird nicht diskutiert

Berlin (dpa) - 03.09.2014, 14:53 Uhr
Regierung: WM-Boykott in Russland wird nicht diskutiert

Ein EU-Boykott der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland als neue Sanktion im Ukraine-Konflikt steht nach Angaben der Bundesregierung vorerst nicht zur Diskussion.

Die WM stehe schließlich erst 2018 an, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Frage sei daher nichts, was heute zu diskutieren sei. Auch Außenamtssprecher Martin Schäfer erklärte, die EU berate zwar gerade über weitere Sanktionen gegen Russland. Es gehe dabei aber nicht um Bereiche im Zusammenhang mit der Fußball-WM.

Die EU hat bereits empfindliche Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt. Wegen seiner immer offensichtlicheren Einmischung in den Konflikt in der Ostukraine muss Moskau nun mit weiteren Schritten rechnen. Bis zum Ende der Woche will die EU darüber entscheiden.

Die spanische Zeitung «El País» hatte berichtet, die EU erwäge als neue Sanktion gegen Russland unter anderem einen Boykott der Fußball-WM 2018. Dies gehe aus einer Vorschlagsliste hervor, die die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten unterbreiten wolle.