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Affäre um Luisao: Düsseldorf und Benfica einigen sich

Düsseldorf (dpa) - 16.08.2012, 16:49 Uhr

Benficas Luisao (M) bringt Schiedsrichter Christian Fischer zu Fall. Foto: Christof Wolff
Benficas Luisao (M) bringt Schiedsrichter Christian Fischer zu Fall. Foto: Christof Wolff

Für die beteiligten Vereine Fortuna Düsseldorf und Benfica Lissabon ist die Affäre um den Ausraster von Fußballprofi Luisao beendet.

Wie der Bundesliga-Aufsteiger am Donnerstag mitteilte, haben sich die beiden Club-Präsidenten Peter Frymuth und Luis Filipe Vieira bei einem Spitzentreffen in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach den Differenzen wegen des abgebrochenen Testspiels auf eine Lösung verständigt.

Das Gespräch sei auf Initiative und im Beisein des portugiesischen Verbandspräsidenten Fernando Gomes und des DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach zustande gekommen und «freundschaftlich» verlaufen. Benficas Vereinsführung habe ihr Bedauern über den Ausfall und Spielabbruch zum Ausdruck gebracht, hieß es in der Mitteilung.

Benfica-Profi Luisao hatte in dem Freundschaftsspiel den deutschen Schiedsrichter Christian Fischer attackiert und zu Boden gestoßen. Fischer war kurz bewusstlos und erlitt eine Gehirnerschütterung. Am Sonntag hatte der Referee bei der Polizei in Hemer Anzeige gegen den brasilianischen Nationalspieler erstattet. Luisao droht also weiter Ungemach, weil die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ein Ermittlungsverfahren einleiten will, sobald die Anzeige vorliegt.

Die Vereine sind indes um Schadensbegrenzung bemüht. «Wir bedauern den Vorfall sehr und freuen uns, dass wir die Irritationen ausräumen und so schnell eine Lösung finden konnten. Uns war es sehr wichtig, dass die freundschaftlichen Beziehungen zu Fortuna Düsseldorf auch in Zukunft bestehenbleiben», betonte Vieira. Auch Fortuna-Boss Frymuth war zufrieden: «Das Treffen hat uns geholfen, die offenen Fragen in einer freundschaftlichen Atmosphäre persönlich anzusprechen und auf eine unbürokratische Art zu regeln. Mit der gefundenen Lösung können wir als Verein sehr zufrieden sein.»

Wie die Lösung aussieht, blieb im Dunkeln. Jedoch hatte Düsseldorf nach dem Vorfall die Antrittsgage für die Partie in Höhe von fast 200 000 Euro von Benfica zurückgefordert. Übeltäter Luisao hatte zunächst jegliche Schuld von sich gewiesen.


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