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Neapel sorgt für Skandal bei Juves Supercupsieg

Rom (dpa) - 12.08.2012, 09:44 Uhr

Juventus Turins Mirko Vucinic erzielte das 4:2 gegen den SSC Neapel. Foto: Adrian Bradshaw
Juventus Turins Mirko Vucinic erzielte das 4:2 gegen den SSC Neapel. Foto: Adrian Bradshaw

Trotz des Wirbels um Trainer Antonio Conte hat Juventus Turin den italienischen Supercup gewonnen, der unterlegene SSC Neapel sorgte dabei für den ersten Skandal der Saison.

Fußball-Meister Juve besiegte im Pekinger Olympiastadion Pokalsieger SSC Neapel mit 4:2 (2:2, 1:2) nach Verlängerung. Nachdem in der Schlussphase zwei SSC-Spieler und Trainer Walter Mazzarri die Rote Karte bekommen hatten, boykottierten die wütenden Süditaliener die Siegerehrung.

«Das war eine Beleidigung des Sports», kritisierte die «Gazzetta dello Sport» die Neapolitaner. Mit dem Verhalten blamierte der SSC Neapel den italienischen Fußball beim Supercup, der als Werbeveranstaltung auf dem Zukunftsmarkt China gedacht war.

Für Napoli waren vor rund 75 000 Zuschauern in der ersten Hälfte Edinson Cavani (27. Minute) und Goran Pandev (41.) erfolgreich. Bei Juventus trafen zunächst Kwadwo Asamoah (37.) und der frühere Leverkusener Arturo Vidal (72./Foulelfmeter).

Nach zwei Roten Karten gegen Pandev (86.) und Juan Camilo Zuniga (90.+2) hatte Juve leichtes Spiel. Christian Maggio (97.) mit einem Eigentor und Mirko Vucinic (101.) stellten den Endstand her. Neapel hatte die Turiner im Mai im Pokalfinale mit 2:0 besiegt und ihnen so die einzige Pflichtspielniederlage der vergangenen Saison zugefügt.


«Ich muss der Mannschaft danken», sagte Interimstrainer Massimo Carrera. «Unsere Gedanken gehören aber unserem Chef Conte. Wir haben bewiesen, dass wir als Mannschaft zusammenhalten.» Alles sei nach Plan gelaufen, betonte Carrera, der sonst in der Juniorenabteilung von Juventus arbeitet.

Conte war am Freitag wegen einer nicht angezeigten Ergebnismanipulation zu einer Sperre von zehn Monaten verurteilt worden. Sein Co-Trainer Angelo Alessio wurde für acht Monate gesperrt. Die ebenfalls wegen angeblicher Ergebnisabsprachen angeklagten Juve-Spieler Leonardo Bonucci und Simone Pepe wurden freigesprochen. Die Berufungsverhandlung beginnt am 20. August vor dem FIGC-Bundesgericht in Rom.

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