Staatsanwalt will Buffon vor EM nicht einbestellen
Florenz (dpa) - 31.05.2012, 19:21 Uhr
Gianluigi Buffon wird vor der EM nicht mehr als Zeuge vorgeladen. Foto: Carlo Ferraro
Italiens Fußball-Nationaltorhüter Gianluigi Buffon muss im Wettskandal keine Vorladung der Staatsanwaltschaft vor der Europameisterschaft befürchten. «Ich werde ihn nicht einbestellen. Das würde Italiens EM-Vorbereitung stören», sagte Cremonas Staatsanwalt Roberto Di Martino, der sich selbst als Fan des Teams bezeichnete. Sollte der Torwart von Juventus Turin jedoch eine Aussage zu Ergebnis- und Wettmanipulationen machen wollen, werde er ihn «gerne anhören», wurde Di Martino in der «Gazzetta dello Sport» zitiert. Die Steuer- und Finanzbehörden untersuchen derweil mögliche illegale Wettbeteiligungen Buffons. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet, bestehe der Verdacht, dass der Torwart für Wetten rund 1,5 Millionen Euro eingesetzt haben soll. Ermittler hätten 14 Bankschecks geprüft, die zwischen Januar und September 2010 bei einem Wettbüro in Parma eingereicht worden seien.
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Buffons Anwalt gab den Ermittlern an, dass der Torwart die Schecks einer Vertrauensperson gegeben habe, um Finanzgeschäfte in Parma für ihn zu regeln. Der italienische Fußball-Verband untersagt Spielern jede Wettbeteiligung. Buffon hatte in der vergangenen Woche in Bezug auf eine angebliche Ergebnisabsprache in der vergangenen Saison gesagt: «Wenn zwei Mannschaften unentschieden spielen wollen, ist das ihre Sache. Manchmal sagt man: Zwei Verletzte sind besser als ein Toter.» |