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Advocaat hört nach der EM als Russland-Trainer auf

Moskau (dpa) - 30.04.2012, 17:06 Uhr

Dick Advocaat wird seinen Job als Trainer der russischen Nationalmannschaft nach der EM aufgeben. Foto: Torkil Adsersen
Dick Advocaat wird seinen Job als Trainer der russischen Nationalmannschaft nach der EM aufgeben. Foto: Torkil Adsersen

Dick Advocaat wird seinen Job als Trainer der russischen Fußball-Nationalmannschaft nach der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine aufgeben.

«Nach der EM werde ich gehen», sagte Advocaat der russischen Zeitung «Sport-Express». «Über die Gründe will ich nichts sagen, es hat aber auf jeden Fall nichts mit Geld zu tun», sagte der 64-Jährige.

In Advocaats niederländischer Heimat wird seit Wochen erwartet, dass der Coach von der kommenden Saison an zur PSV Eindhoven zurückkehrt. Dort war Advocaat bereits von 1995 bis 1998 tätig. In Eindhoven war der Ex-Schalker Fred Rutten nach einer Negativserie entlassen worden. Derzeit wird das Team von Phillip Cocu betreut.

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In Russland hatte der ehemalige Trainer von Borussia Mönchengladbach 2010 die Nachfolge seines Landsmanns Guus Hiddink angetreten und die Russen als Sieger der Qualifikationsgruppe B zur EM geführt. Dass sein Entschluss, den Vertrag nicht zu verlängern, Einfluss auf die Leistungen seines Teams bei der Endrunde hat, glaubt Advocaat nicht. «Ich bin sicher, dass sich diese Nachricht nicht auf unsere Vorbereitung auf die EURO 2012 auswirken wird.»

Bei der EM trifft Russland in der Gruppe A auf Gastgeber Polen, Griechenland und Tschechien. 2008 waren die Russen in der Schweiz und Österreich unter Hiddink mit begeisterndem Offensiv-Fußball erst im Halbfinale am späteren Europameister Spanien gescheitert.

Abwehrspieler Sergej Ignaschewitsch warnte davor, einen ausländischen Trainer ohne Russland-Erfahrung als Nachfolger zu holen. «Das wäre ein erhebliches Risiko. Er bräuchte viel Zeit, um sich an die Besonderheiten dieses Jobs zu gewöhnen», sagte der 72-malige Auswahlakteur der Agentur Ria Nowosti. Der Italiener Luciano Spalletti von Meister Zenit St. Petersburg und der nun bei Anschi Machatschkala tätige Hiddink könnten dem Team dagegen helfen. Ignaschewitsch meinte aber: «Jetzt ist eine gute Möglichkeit, um einen russischen Trainer arbeiten zu lassen.» Der bis 2006 amtierende Juri Sjomin war bislang Russlands letzter einheimischer Auswahlcoach.


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