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Kölner Peszko aus Polens EM-Kader geworfen

Warschau (dpa) - 10.04.2012, 18:37 Uhr

Der Pole Slawomir Peszko vom 1. FC Köln darf nicht mit zur EM. Foto: Rolf Vennenbernd
Der Pole Slawomir Peszko vom 1. FC Köln darf nicht mit zur EM. Foto: Rolf Vennenbernd

Böses Erwachen für Slawomir Peszko vom 1. FC Köln: Nach der Alkohol-Eskapade des polnischen Nationalspielers am Wochenende warf ihn Auswahlcoach Franciszek Smuda aus dem Kader für die Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land.

«Peszko ist raus, weil er ein Wiederholungstäter ist. Er wird nicht in meinem Team sein. Das ist endgültig», sagte Smuda der polnischen Zeitung «Przeglad Sportowy». Peszko war nach dem 1:1 der Kölner gegen Werder Bremen in einer Ausnüchterungszelle gelandet. Nun setzt er sich mit juristischen Mitteln zur Wehr.

Der Mittelfeldspieler soll in der Nacht von Samstag auf Sonntag alkoholisiert in einem Taxi randaliert haben und wurde von der Polizei in die Ausnüchterungszelle gesteckt. Als Nationalcoach Smuda davon erfuhr, habe er sich «vor Wut geschüttelt». Was mit Marcin Wasilewski passiert, der Peszko in der fraglichen Nacht besucht hatte, ist noch offen. Anders als Peszko war der Verteidiger des RSC Anderlecht nicht von der Polizei festgehalten worden.

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Nationaltrainer Smuda wollte sich am Dienstag die Zweitliga-Begegnung Fortuna Düsseldorf - FSV Frankfurt und am Mittwoch den Bundesliga-Gipfel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München anschauen. Am Mittwoch wollte er zuvor das Polizeirevier in Köln besuchen, in dessen Zelle Peszko am Samstag gelandet war. Doch für Peszko ändert das nichts. «In seinem Fall gibt es nichts zu überprüfen. Der Fall liegt auf der Hand. Ich will keine Trunkenbolde im Team», betonte Smuda.

Profi Peszko hat sich inzwischen einen Anwalt genommen. «Ich muss meine Ehre retten und habe deshalb den Juristen mit der Wahrung meiner Interessen beauftragt. Die Wahrheit über diese Nacht muss ans Tageslicht kommen. Es sind viele Gerüchte und Meldungen im Umlauf, die einfach nicht den Tatsachen entsprechen und verheerende Folgen für mein Familienleben und meine Karriere als Fußballer haben», sagte Peszko dem Kölner «Express».


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