Friedrich fiebert MLS-Debüt für Chicago entgegen
Chicago (dpa) - 29.03.2012, 11:20 Uhr
Arne Friedrich kann sein Debüt für Chicago Fire in der Major League Soccer (MLS) kaum erwarten. Foto: Jochen Lübke
Für Arne Friedrich war es «Liebe auf den ersten Blick.» Ein Stadtbummel durch die Metropole, ein Besuch auf der Geschäftsstelle und schon war seine Entscheidung gefallen. Auf Arminia Bielefeld, Hertha BSC und VfL Wolfsburg folgt in Friedrichs Fußball-Vita nun Chicago Fire aus der Major League Soccer (MLS). «Ich hatte eine schöne und lange Zeit in Europa. Ich habe mich entschieden, hier herzukommen, weil ich Amerika liebe», sagt der 32-Jährige. Seit Jahren schon reist er mit Freundin Linn gerne in die USA. Jetzt ist er nach Torsten Frings schon der zweite Ex-Nationalspieler, der in der MLS kickt. Mit Chicago hat sich der 82-malige Auswahlspieler eine der interessantesten und aufregendsten Städte des Landes ausgesucht. Im Sommer kann es zwar mitunter schon mal um die 40 Grad heiß werden, doch für gewöhnlich weht immer eine angenehme Brise vom Lake Michigan durch die «Windy City.» Und da die MLS-Saison spätestens am 1. Dezember beendet ist, bekommt der Deutsche den oftmals harten Winter in Chicago mit den berüchtigten Schneestürmen gar nicht mit.
Friedrich ist neben Cory Gibbs (FC St. Pauli) und Pavel Pardo (VfB Stuttgart) der dritte ehemalige Bundesliga-Profi im Team. Seine zwei WM- und EM-Teilnahmen werden von den Kollegen beeindruckt zur Kenntnis genommen. Der Abwehrspezialist «made in Germany» soll für neues Feuer bei Fire sorgen, denn die vergangenen beiden Jahre hat der Verein die Playoffs jeweils verpasst. «Ich möchte dem Club mit meiner Erfahrung helfen, auf dem Platz und außerhalb», betont Friedrich. In Wolfsburg hatte er im September wegen hartnäckiger Bandscheiben-Beschwerden seinen Vertrag aufgelöst. In Chicago wurde der gebürtige Westfale daher mehrfach eindringlich gecheckt und hat den lokalen Reportern bereits bei seiner ersten Trainingseinheit vor zehn Tagen mit überzeugender Stimme klar gemacht, dass der Rücken «no problem» sei. |