«Real lindert mit seinem mäßigen Erfolg die Krise», schrieb das Sportblatt «As». Die 70 000 Zuschauer im Bernabéu-Stadion empfingen die - nach den jüngsten Niederlagen von Turin und Getafe gescholtenen - «Galaktischen» teils mit Beifall, teils mit Pfiffen. Spielmacher Zinedine Zidane plädierte für das Eichhörnchen-Prinzip: «Wir dürfen jetzt nicht an Barcelona denken, sondern müssen von Woche zu Woche Punkte sammeln.» Der 29. Spieltag wurde überschattet vom Drama um den Fußballer Juan Arango vom RCD Mallorca, der nach einem Zusammenprall mit Javi Navarro (FC Sevilla) beinahe im Son-Moix-Stadion gestorben wäre. Der 24-jährige Venezolaner hatte von Navarro, der als einer der ruppigsten Fußballer der Liga gilt, einen Ellbogen ins Gesicht bekommen und war bewusstlos zusammengebrochen. Er blutete aus Mund und Nase, die Atmung setzte aus, sein Körper zitterte unter Krämpfen. Die Ärzte retteten das Leben des Mittelfeldspielers. Auf der Intensivstation eines Krankenhauses stellten sie den Bruch eines Wangenknochens fest. Eine schwerere Hirnverletzung sei ausgeschlossen, hieß es. «Arangos Leben war in Gefahr», sagte Mallorcas Teamarzt Joan Pericás.
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