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Real lindert die Krise - Drama auf Mallorca

Madrid (dpa) - 21.03.2005, 12:06 Uhr

Reals Zidane (l, hinten) versucht an Malagas Romero (14) vorbeizukommen.
Reals Zidane (l, hinten) versucht an Malagas Romero (14) vorbeizukommen.
 
 

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Mit einem mageren 1:0-Sieg gegen den Außenseiter FC Málaga hat Real Madrid eine weitere Zuspitzung der Krise vorerst abgewendet.

«In der Form, in der wir uns derzeit befinden, müssen wir mit dem Ergebnis zufrieden sein», sagte Trainer Vanderlei Luxemburgo. Damit liegt der spanische Fußball-Rekordmeister in der Primera División weiterhin elf Punkte hinter Tabellenführer FC Barcelona, der einen Tag zuvor bei Deportivo La Coruña ebenfalls mit 1:0 gewonnen hatte.

Reals Verteidiger Roberto Carlos ersparte seinem Team mit dem «goldenen Tor» in der 61. Minute ein größeres Pfeifkonzert des Publikums. Allerdings geriet Ronaldo, der als Torjäger unter Ladehemmung leidet, mit ein paar Fans aneinander. Der Brasilianer wurde bei seiner Auswechselung von Zuschauern hinter der Ersatzbank als «Hurensohn» und «Affe» beschimpft. Daraufhin bespritzte Ronaldo die Fans mit Wasser aus seiner Trinkflasche. Aus dem radikalen Fanblock der «Ultra Sur» hatte der Stürmer zuvor Sprechchöre zu hören bekommen wie: «Ronaldo, hau endlich ab!»

 

«Real lindert mit seinem mäßigen Erfolg die Krise», schrieb das Sportblatt «As». Die 70 000 Zuschauer im Bernabéu-Stadion empfingen die - nach den jüngsten Niederlagen von Turin und Getafe gescholtenen - «Galaktischen» teils mit Beifall, teils mit Pfiffen. Spielmacher Zinedine Zidane plädierte für das Eichhörnchen-Prinzip: «Wir dürfen jetzt nicht an Barcelona denken, sondern müssen von Woche zu Woche Punkte sammeln.»

Der 29. Spieltag wurde überschattet vom Drama um den Fußballer Juan Arango vom RCD Mallorca, der nach einem Zusammenprall mit Javi Navarro (FC Sevilla) beinahe im Son-Moix-Stadion gestorben wäre. Der 24-jährige Venezolaner hatte von Navarro, der als einer der ruppigsten Fußballer der Liga gilt, einen Ellbogen ins Gesicht bekommen und war bewusstlos zusammengebrochen.

Er blutete aus Mund und Nase, die Atmung setzte aus, sein Körper zitterte unter Krämpfen. Die Ärzte retteten das Leben des Mittelfeldspielers. Auf der Intensivstation eines Krankenhauses stellten sie den Bruch eines Wangenknochens fest. Eine schwerere Hirnverletzung sei ausgeschlossen, hieß es. «Arangos Leben war in Gefahr», sagte Mallorcas Teamarzt Joan Pericás.


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