Im Schmiergeldskandal des chinesischen Fußballs sind vier bekannte Schiedsrichter, unter ihnen ein WM-Referee, zu hohen Haftstrafen von dreieinhalb bis sieben Jahren verurteilt worden.
Ein Gericht in der nordostchinesischen Stadt Dandong (Provinz Liaoning) verhängte die Strafen in erster Instanz, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der bekannteste Schiedsrichter, Lu Jun, der 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney und 2002 bei der WM in Südkorea und Japan gepfiffen hatte, muss für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Er soll 810 000 Yuan (umgerechnet 98 000 Euro) an Bestechungsgeld angenommen haben, um den Ausgang von sieben Spielen der chinesischen Liga zu beeinflussen.