Und dann hat der Trainerfuchs noch ein Sorgenkind: Keeper David de Gea. Im Sommer für 20 Millionen Euro geholt, gab es für den spanischen Jungstar nach ein Paar Pannen zuletzt einige Spiele Auszeit. Kaum bekam der als Edwin-van-der-Sar-Nachfolger verpflichtete De Gea wieder eine Bewährungschance, war der 21-Jährige allzu zögerlich beim Herauslaufen und so mitschuldig am 0:1. Ferguson sah aber den Fehler nur bei den Mitspielern. Er stärkte dem «Katastrophen-Fänger», wie das Boulevard-Blatt «The People» De Gea verspottet, sogar den Rücken. Liverpools Club-Ikone Dalglish war dagegen ausnahmsweise mal rundum sorglos. Er pries auch die «Fairness der tollen Fans». Denn das war nach dem Premier-League-Spiel der zwei Clubs nicht selbstverständlich. Im Oktober soll Liverpools Luis Suárez Manchesters Verteidiger Patrice Evra an der Anfield Road rassistisch beleidigt haben und sitzt dafür immer noch eine sehr kontrovers diskutierte Acht-Spiele-Sperre ab. Nun bejubelte der Uruguayer von der Tribüne aus Kuyts späten Siegtreffer. Nach zuletzt vielen Negativschlagzeilen - Rassismus- Vorwürfen auch gegen einzelne Fans, dem Absprung des Ausrüsters, die 1:3-Liga-Pleite gegen Kellerkind Bolton - war diese Woche Balsam für Liverpools Seele. Die im FA-Cup verbliebenen Top-Teams treffen im Achtelfinale nicht aufeinander. Liverpool empfängt den Zweitligisten Brighton & Hove Albion, der überraschend Newcastle United aus dem Wettbewerb geworfen hatte. Wie die Auslosung weiter ergab, spielt der FC Chelsea ebenfalls zu Hause gegen das zweitklassige Birmingham City. Chelseas Londoner Stadtrivale Tottenham Hotspur tritt beim Drittligisten FC Stevenage an. Ex-Nationalspieler Robert Huth reist mit Vorjahresfinalist Stoke City zum Viertligisten Crawley Town. Die Runde der besten 16 wird am 18. und 19. Februar gespielt.
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