Spurs-Star Rafael van der Vaart provozierte die vermeintlich übermächtige Konkurrenz aus dem Nordwesten Englands mit der Behauptung: «City ist nicht mehr konstant. City hat Spieler, die Tore schießen und Spiele entscheiden können. Aber wir sind eher wie ein Team.» Der ehemalige HSV-Profi hält sogar den ersten Meistertitel seit 1961 für die Spurs für realisierbar. Auch Tottenhams Coach Harry Redknapp erlaubte sich einen kleinen Seitenhieb in Richtung des Scheich-Clubs. Die Spurs lauern auf Platz drei, mit fünf Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter, «ohne jemanden, der durch die Tür kommt, und mir ein Bündel Geld auf den Schreibtisch klatscht». City-Trainer Roberto Mancini stieg auf die Psychospielchen im nervenaufreibenden Meisterschaftskampf nicht ein. «Wir müssen anfangen, hässlich zu gewinnen», forderte der Italiener vor dem Spiel gegen die Londoner, die derzeit den begeisterndsten Fußball in England spielen. Der Ex-Wolfsburger Edin Dzeko hielt sich mit Kampfansagen gänzlich zurück und will Taten sprechen lassen. Der Bosnier erzielte im Hinspiel vier Treffer und beendete am Montag bei Citys 1:0 gegen Wigan seine zweimonatige Torflaute. «Siege gegen direkte Konkurrenten hinterlassen psychologische Narben», schrieb der «Mirror» vor dem spannungsgeladenen 22. Spieltag. Die «Daily Mail» titelte in Anspielung auf Arsenals 2:8-Debakel am 28. August 2011: «Vorsicht vor der Gegenreaktion». So könnte der FC Chelsea lachender Fünfter des Wochenendes sein. Während sich die Konkurrenz die Punkte gegenseitig wegnimmt, tritt der Liga-Vierte (elf Punkte hinter City) bei Aufsteiger Norwich City an. Anschließend lädt Blues-Coach André Villas-Boas zu einer Teambuilding-Maßnahme nach Mallorca ein.
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