PSG wirft unterdessen noch nicht das Handtuch. Am Donnerstag wurde die Verpflichtung des brasilianischen Außenverteidigers Maxwell vom FC Barcelona gemeldet. Aber der neue Coach Carlo Ancelotti aus Italien fordert noch mindestens einen Klassestürmer. Dass der bitter nötig ist, zeigte sich beim offiziellen Debüt Ancelottis auf der Bank der Pariser am vergangenen Wochenende, als PSG den Fünfligist Locminé im Pokal nur in der letzten Minute der Verlängerung (2:1) bezwingen konnte. Obwohl im Sommer bereits knapp 90 Millionen Euro für Verstärkungen ausgegeben und unter anderen der Argentinier Javier Pastore und die französischen Nationalspieler Jérémy Ménez und Kevim Gameiro geholt worden waren, schied PSG in der Europa League und dem Ligapokal aus. Zwar wurde erstmals nach 1996 die Herbstmeisterschaft gesichert, aber den Scheichs war das nicht genug, Coach Antoine Kombouaré schickten sie in die Wüste. Nach der Absage Patos steht nun das argentinische «Enfant terrible» Argentinier Carlos Tevez, der bei Manchester City unter Coach Roberto Mancini nicht mehr spielen will, ganz oben auf der Wunschliste. Auch die Brasilianer Kaká (Real Madrid) und Leandro Damiao (Internacional Porto Alegre) werden umworben. In Monaco will Rybolowlew 200 Millionen Euro investieren. Die Zeit drängt, denn nach dem Abstieg 2011 droht dem siebenfachen Champion als Ligue-2-Schlusslicht nun der Sturz in die Drittklassigkeit. In Paris ist der Druck beim Meister der Jahre 1986 und 1994 nicht minder groß. Der Uruguayer Diego Lugano gab vor dem Heimduell gegen Toulouse zu: «Alles andere als der Titel wäre eine Enttäuschung.» Die Starjagd geht voller Eifer weiter. Aber «Le Nouvel Observateur» fragt ketzerisch: «Was, wenn PSG für einen Star einfach keine so große Herausforderung ist?»
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