Rom (dpa) - 17.03.2005, 11:35 Uhr
Dortmunds David Odonkor freut sich nach einem Treffer.
In der Doping-Affäre um Juventus Turins Teamarzt Riccardo Agricola ist zwischen dem Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) und dem Rekord-Fußballmeister ein offener Streit ausgebrochen.
«Doktor Agricola soll sein Amt ruhen lassen», forderte CONI-Präsident Gianni Petrucci und löste damit heftige Reaktionen in Turin aus. «So ein Ratschlag ist unangebracht», teilte der Spitzenreiter der Serie A mit und nahm seinen Teamarzt in Schutz. Der 59-Jährige habe die Doping-Vorwürfe bestritten und «die selben Medikamente benutzt, wie alle anderen Teamärzte».
Agricola war im November vergangenen Jahres von einem Turiner Gericht zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, weil er zwischen 1994 und 1998 Spieler mit unerlaubten Mitteln behandelt habe. In der Urteilsbegründung stellte das Gericht fest, dass bei Juve mit EPO gedopt worden sei. Teamarzt Agricola wies die Vorwürfe zurück und ging in Berufung. In der besagten Zeit waren keine Juve-Spieler bei Dopingkontrollen positiv getestet worden.