Trainer-Oldie Ferguson - auch mit 70 noch hungrig
London (dpa) - 31.12.2011, 10:59 Uhr
Der Trainer von Manchester United, Sir Alex Ferguson. Foto: Ettore Ferrari
Sir Alexander Chapman Ferguson, der Trainer von Manchester United, feiert Silvester seinen 70. Geburtstag. Der fußballverrückte Schotte wünscht sich zu seinem Ehrentag nichts mehr als die Tabellenführung in der englischen Fußball-Eliteliga. Vom Erfolg kann Ferguson auch im hohen Traineralter nicht genug bekommen. Am 29. Dezember besuchte der Coach von Manchester United das traditionsreiche Pferderennen von Doncaster - und freute sich über einen Sieg seines Pferdes Harry The Viking. Der Pferdesport ist neben dem Fußball die große Leidenschaft von Sir Alexander Chapman Ferguson. Am Silvestertag feiert der erfolgreichste britische Fußballtrainer seinen 70. Geburtstag. Und der Mann ist immer noch hungrig. «Ferguson erreicht einen weiteren Meilenstein, und sein sportlicher Appetit ist so groß wie nie zuvor», schrieb die Zeitung «Daily Mail». Denn der nach Sir Bobby Robson älteste Fußballtrainer Englands hat noch eine Mission. Er will den «vorlauten Nachbarn», den mit Öl-Millionen vom Persischen Golf aufgerüsteten Stadtrivalen Manchester City, in die Schranken weisen.
Den 31. Dezember wird der Jubilar daher selbstredend im Stadion Old Trafford verbringen. Sein größter Geburtstagwunsch: Mit einem Heimsieg gegen den Tabellenletzten Blackburn Rovers an die Spitze der englischen Premier League zurückkehren. «Wenn wir am Neujahrstag oben stehen, bin ich glücklich», meinte «Fergie», «dieses Datum ist für mich immer ein guter Indikator.» Sein ehemaliger Musterschüler David Beckham nennt Ferguson respektvoll den «Boss» und sagt: «Es war eine Ehre, unter ihm für Manchester United zu spielen.» Der Mittelfeldspieler gehört neben Ryan Giggs, Paul Scholes oder Wayne Rooney zu den größten Entdeckungen Fergusons. Doch «Becks» kennt auch die temperamentvolle Seite des Trainers: Einmal in Rage geraten, kickte Ferguson 2003 in der United-Kabine einen Fußballschuh an Beckhams Kopf. Auch seine knorrigen Aussagen in Pressekonferenzen gelten als legendär. |