Nächste Krone für Messi & Co.: Barça holt WM-Titel
Yokohama (dpa) - 18.12.2011, 16:43 Uhr
Barcelonas Superstar zeigte im Finale der Club-WM seine ganze Klasse. Foto: Franck Robichon
Zu schnell, zu gut, zu sehr Barcelona: Lionel Messi und Co. haben in beeindruckender Weise den Titel bei der Club-WM gewonnen und nach der kontinentalen Konkurrenz in der Champions League auch Südamerikas Meister FC Santos die Fußball-Grenzen aufgezeigt. Beeindruckt vom Zauber des FC Barcelona musste der Pelé-Club aus Brasilien um Jungstar Neymar beim phasenweise demütigenden 0:4 (0:3) schon früh die Hoffnungen auf den ersten Weltpokal-Titel seit 1963 aufgeben. Auf dem Siegerpodest von Yokohama tanzte wieder die Ausnahme-Auswahl von Trainer Josep Guardiola, die zum zweiten Mal nach 2009 den WM-Titel gewann. «Meine Spieler waren wie Künstler», sagte Guardiola, «was immer sie sich heute in den Kopf gesetzt hatten, konnten sie auf dem Feld umsetzen. Es war eine unglaubliche Leistung.» In den 90 Spielminuten war nicht nur bei den Toren von Messi (17./82. Minute), Xaxi (24.) und Cesc Fabregas (45.) klar geworden, wie sehr Barcelona im Welt-Fußball das Maß aller Dinge ist. Wenig überraschend wurde Weltfußballer Messi zum besten Spieler des Turniers gewählt. Im Wirbel der Katalanen war Santos ebenso hoffnungslos unterlegen wie dereinst ManUnited beim 1:3 im Champions-League-Finale im Mai.
«Sie sind das beste Team der Welt. Im Moment sind sie unschlagbar, es ist keine Schande, 0:4 gegen sie zu verlieren», sagte Santos-Coach Muricy Ramalho. In der laufenden Saison war es nach nationalem und europäischen Supercup schon der dritte Titel für Barça, das sich nach dem kräftezehrenden wie erfolgreichen Trip nach Fernost wieder dem Konkurrenzkampf mit Real Madrid in der heimischen Liga widmen kann - und in dieser Verfassung für Bayer Leverkusen im Champions-League-Achtelfinale unbezwingbar erscheint. Per T-Shirt-Spruch (Mucha Fuerze Guaje/Viel Kraft, Bursche) hatten die Barça-Profis vor dem Anpfiff ihrem Kollegen David Villa Zuspruch zukommen lassen. Der Stürmer hatte sich im Halbfinale das Schienbein gebrochen und wird erst gen Saisonende wieder Fußball spielen können. |