Juventus bleibt in Italien vorn - Inter stürzt ab
Rom (dpa) - 04.12.2011, 20:25 Uhr
Der ehemalige Leverkusener Arturo Vidal traf per Elfmeter zum 2:0. Foto: Di Marco
Juventus Turin bleibt derzeit in der Serie A das Maß aller Dinge. Der italienische Fußball-Rekordmeister verteidigte am 13. Spieltag mit einem 2:0-Sieg gegen Cesena die Tabellenführung. Dagegen stürzt Inter Mailand immer weiter ab. Der Champions-League-Sieger von 2010 verlor am Wochenende gegen Udinese Calcio vor eigenem Publikum mit 0:1. Nach 13 Spieltagen steht Inter (14 Punkte) als Tabellen-16. unmittelbar vor der Abstiegszone. Von Spitzenreiter Juventus Turin (29), der durch die Tore von Claudio Marchisio und des Ex-Leverkuseners Arturo Vidal (Elfmeter) gegen Cesena gewann, trennen den Vize-Meister nun schon 15 Zähler. Alessandro Del Piero hat sich beim 2:0-Sieg eine schwere Kopfverletzung zugezogen. Der Kapitän war mit seinem Gegenspieler Marco Rossi zusammengeprallt. Die Platzwunde musste nach Angaben der «Gazzetta dello Sport» mit zehn Stichen genäht werden. Im Krankenhaus gaben die Ärzte nach eingehenden Untersuchungen zwar Entwarnung, behielten den Juve-Star jedoch über Nacht zur Beobachtung in der Klinik.
Während Inter nicht aus der Krise findet, läuft der AC Mailand zu alter Klasse auf: Der Meister (27) hielt mit seinem 2:0-Sieg gegen den CFC Genua ebenso Schritt mit Juve wie der punktgleiche Club aus Udine. Zlatan Ibrahimovic (56. Minute/Foulelfmeter) und Antonio Nocerino (79.) erzielten die Tore für Milan. Genuas deutscher Junioren-Nationalspieler Alexander Merkel kam gegen seinen alten Club erst ab der 69. Minute zum Einsatz und gehörte dann noch zu den besten Spielern seines Teams. «Wie wäre es für Genua wohl gelaufen, wenn er von Anfang an gespielt hätte?», fragte die «Gazzetta dello Sport» am Wochenende. Bei Inter fragen sich die Experten unterdessen, wie es mit dem Vizemeister wieder aufwärts gehen soll. Club-Präsident Massimo Moratti sprach nach der 0:1-Heimniederlage gegen Udine 20 Minuten lang mit Trainer Claudio Ranieri. Der übte sich in Durchhalteparolen: «Jetzt müssen wir die Ärmel hochkrempeln», erklärte der Coach. |