Auch vor dem Duell zwischen dem FC Liverpool und Manchester City am frühen Abend ehrten Profis, Trainer und Fans den Toten. «Das war eine schockierende Nachricht, er war ein großartiger Typ», sagte Liverpools Coach Kenny Dalglish, der Speed 1998 zu Newcastle geholt hatte. «Fußball wird in Momenten wie diesen vollkommen irrelevant.» Dalglish verzichtete in der Spitzenpartie auf den trauernden Nationalspieler Craig Bellamy. Der walisische erste Minister Carwyn Jones war ebenso geschockt wie alle Fußballfans auf der Insel: «Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.» Der nationale Fußball-Verband (FAW) bat in einer Beileidbekundung um «Respekt für die Privatsphäre der Familie». Noch am Samstagnachmittag war Speed bei der BBC in einer Fußballshow aufgetreten. Im Dezember 2010 hatte er die walisische Nationalmannschaft von John Toshack übernommen, erreichte in zehn Spielen fünf Siege. Wales schloss die Qualifikations-Gruppe G zur Europameisterschaft 2012 als Vierter ab. Als Mittelfeldspieler von Leeds hatte Speed zwischen 1990 und 2004 insgesamt 85 Länderspiele für Wales absolviert und sieben Tore erzielt. «Worte können nicht beschreiben, wie traurig ich mich fühle bei dieser schrecklichen Nachricht», sagte sein früherer Nationalmannschaftskollege Ryan Giggs. «Der Verband will keine Details über den Tod des 42-Jährigen bekanntgeben», hieß es am Sonntag auf der Internetseite des walisischen Fußball-Verbandes. 1992 war Speed mit Leeds United an der Seite des exzentrischen Franzosen Eric Cantona Meister geworden - der Höhepunkt in seiner 22-jährigen Profikarriere. Mit 535 Einsätzen war Speed bis 14. Februar 2009 Rekordspieler der englischen Eliteliga.
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