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Chelsea-Coach weiter unter Druck: Titel noch drin

London (dpa) - 27.11.2011, 13:59 Uhr

Chefcoach André Villas-Boas steht beim FC Chelsea weiter unter Druck. Foto: Yorick Jansens
Chefcoach André Villas-Boas steht beim FC Chelsea weiter unter Druck. Foto: Yorick Jansens

Der klare 3:0-Erfolg gegen die «Wolves» schafft dem umstrittenen Chelsea-Coach André Villas-Boas ein wenig Luft, von Entspannung aber ist bei Leverkusens Champions-League-Kontrahenten wenig zu spüren.

«Es wird dauern, bis Chelsea wieder in der Erfolgsspur ist. Ich glaube nicht, dass der Druck geringer geworden ist», befand Villas-Boas selbst. Nach der 1:2-Pleite bei Bayer 04 zittert der Ex-Club von Michael Ballack um das Achtelfinale der Königsklasse. Trotz des Pflichtsieges gegen die Wolverhampton Wanderers bleibt es bei Chelseas schlechtestem Saisonstart seit elf Jahren. Neun Punkte liegt der Vizemeister in Englands Eliteliga bereits hinter Spitzenreiter Manchester City zurück. Nationalspieler John Terry hatte seine Teamkollegen und die Fans im Stadionmagazin aufgefordert, «Verantwortung zu zeigen und in die Erfolgsspur zurückzukehren».

Terry ging gegen Wolverhampton mit gutem Beispiel voran und erzielte die 1:0-Führung (7.). Daniel Sturridge (29.) und Juan Mata (45.) sorgten frühzeitig für den Erfolg der «Blues». Der erst 34 Jahre alte Villas-Boas war nach dem Triple-Erfolg des FC Porto von Club-Eigentümer Roman Abramowitsch im Sommer für 15 Millionen Euro Ablöse nach London geholt worden. «Es ist schwer, Mitleid für Villas-Boas zu empfinden, weil er wusste, worauf er sich bei Chelsea einlässt», kommentierte «The Independent» deutlich.

Villas-Boas agierte von Beginn an eigenwillig. Den 58 Millionen Euro teuren Winter-Einkauf Fernando Torres degradierte der Portugiese zum Edelreservisten. «Der nächste Monat entscheidet über die Zukunft des Clubs», erklärte Villas-Boas nach der Partie gegen Wolverhampton. «Aber wir können immer noch den Meistertitel gewinnen, weil wir genügend Qualität im Kader haben.»

Einen Rückschlag musste Dortmunds Champions-League-Gegner FC Arsenal hinnehmen. Die «Gunners» kamen mit Per Mertesacker nur zu einem 1:1 (0:0) gegen den FC Fulham. Der Belgier Thomas Vermaelen machte sein Eigentor (65.) mit dem verdienten 1:1-Ausgleich (82.) wieder wett. Arsenal verpasste den sechsten Sieg in Serie und liegt mit 23 Punkten auf Rang sechs. «Unser Tempo hat nicht gestimmt», kritisierte Arsenal-Coach Arsene Wenger.


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