Darauf hofft auch Montenegro in Podgorica. Coach Branko Brnovic räumte bereits ein, dass manch einer seine Zuversicht für verrückt halte: Er und seine Spieler setzen nach dem 0:2 in Tschechien aufs England-Gen. Gegen die Three Lions hatte Montenegro praktisch in 45 Minuten ein 0:2 noch ausgeglichen. «Und wir hatten weniger Zeit als dieses Mal», betonte Innenverteidiger Stefan Savic: «Ich denke, wir können es schaffen.» Die Tschechen wollen da aber nicht mitmachen. «Es wäre eine Schande, jetzt die Chance auf die fünfte EM-Teilnahme in Serie zu verspielen», hielt Trainer Michal Bilek dagegen und forderte von seiner Truppe um Ex-Bundesliga-Legionär Tomas Rosicky: «Wenn wir ein Tor erzielen, braucht Montenegro vier. Das wird dann sehr, sehr schwierig.» Ein Tor könnte Ronaldo & Co reichen. Das Stadion Estadio da Luz wird mit 60 000 Zuschauern ausverkauft sein, geleitet wird das Alles-oder-Nichts-Spiel vom deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark. «Wir haben keine Angst», betonte Pjanic vom AS Rom. Den Gästen reicht im Gegensatz zum ehemaligen Vize-Europameister Portugal bereits ein 1:1 - der auswärts erzielte Treffer würde den Ausschlag geben. Es wäre die erste Teilnahme an einem großen Turnier seit der Unabhängigkeit von Bosnien-Herzegowina. Für die Portugiesen wäre das vorzeitige Aus ein kapitaler Tiefschlag. «Ich glaube daran, dass wir gewinnen», betonte Ronaldo daher. «Wir müssen unsere Favoritenstellung annehmen und unsere Überlegenheit zeigen - wir sind die bessere Mannschaft.» Dann sollte er diesmal wohl besser treffen.
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