In der Arena im Herzen der Hauptstadt soll die Partie gegen Deutschland zu einer großen Feier werden. Staatspräsident Viktor Janukowitsch hat sein Kommen angekündigt, und bei verbilligten Tickets von umgerechnet 18 Euro werden rund 70 000 Besucher erwartet. Rechtzeitig zum ersten Länderspiel im Endspiel-Stadion sei auch der «Nachfolger» der Plastiktröte Vuvuzela fertig geworden, deren nervendes Gedröhne bei der WM 2010 in Südafrika zu hören war, berichten Medien in Kiew. Die traditionelle slawische Tonflöte Zozulica sei als offizieller Fanartikel anerkannt worden, heißt es. In der Ukraine haben sieben Monate vor dem EM-Eröffnungsspiel, das am 8. Juni 2012 bei Co-Gastgeber Polen stattfindet, die Schlagzeilen über eine schlechte Vorbereitung abgenommen. Jahrelang war über Korruption und schleppende Bauarbeiten berichtet worden. Jetzt gelten die Stadien in den vier Spielorten des zweitgrößten Flächenstaats Europas als fertig, jedoch bereitet die Infrastruktur noch Sorgen. Zudem beklagt der Deutsche Tierschutzbund «Massentötungen von Straßenhunden». Mit den brutalen Maßnahmen wollten die ukrainischen Kommunen vor der Euro 2012 die Straßen «sicherer» machen. Die Europäische Fußballunion Uefa verspricht eine Prüfung. «Es stimmt, wir haben noch kleine Probleme», räumt der ukrainische Verbandschef Grigori Surkis ein. Aber die Ex-Sowjetrepublik bekomme sie in den Griff. An diesem Freitag will sich Surkis im Olympiastadion «einfach zurücklehnen» und das Spiel gegen Deutschland genießen. «Vielleicht zum ersten Mal seit der Vergabe des Turniers schauen wir nach harter Arbeit der EM optimistisch entgegen.»
Euro 2012
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