Mertesacker und Arsenal mit Mühe - City vorn
London (dpa) - 16.10.2011, 18:13 Uhr
Arsenals Per Mertesacker in Aktion. Foto: Rolf Vennenbernd.
Arsenals Coach Arsène Wenger adelte Per Mertesacker schon vor dem 2:1 (1:1)-Zittersieg gegen den AFC Sunderland. Der deutsche Fußball-Nationalspieler werde von Spiel zu Spiel besser, lobte der Elsässer. «Er hat die Persönlichkeit, unser Abwehrchef zu werden. Man muss den Deutschen vertrauen, denn sie können kämpfen», erklärte Wenger. Mit einer soliden Leistung lieferte «Merte» den Beweis. Mann des Tages war aber Arsenals niederländischer Kapitän Robin van Persie mit zwei Treffern (1./83. Minute). Kurios: In der Halbzeit hatte Arsenal per Presseerklärung alle Spekulationen um einen vorzeitigen Abschied van Persies beendet. Der Stürmer stehe noch bis 2014 unter Vertrag und werde diesen erfüllen. Van Persie hatte mit dem Verkauf seines Hauses Gerüchte um einen Wechsel zu Manchester City genährt. Manchester City bezwang unterdessen Aston Villa souverän mit 4:1 (1:0), bleibt mit 22 Punkten ungeschlagen und verdrängte Manchester United (20 Punkte) von der Tabellenspitze. ManUnited, ebenfalls noch ohne Niederlage, kam beim FC Liverpool nur zu einem 1:1 (0:0). Dritter ist weiter der FC Chelsea (19) nach dem 3:1 (2:0) über den FC Everton.
An Liverpools Anfield Road ging es erst nach dem Schlusspfiff so richtig los. Dem 18-maligen englischen Meister FC Liverpool droht nach dem Remis gegen ManUnited ein juristisches Nachspiel. Der englische Verband (FA) ermittelt gegen «Reds»-Stürmer Luis Suarez. Der Uruguayer soll Manchesters Patrice Evra während der Partie angeblich mehrfach rassistisch beleidigt haben. «Die FA wird in dieser Sache ermitteln», hieß es in einem Statement des Verbandes, «Schiedsrichter Andre Marriner wurde über diese Anschuldigungen informiert und hat alles direkt an die FA weitergegeben.» Der 39-malige französische Nationalspieler Evra erneuerte die Vorwürfe in einem Interview des TV-Senders Canal Plus: «Man kann sehen, dass er das ominöse Wort zehnmal sagt. Dafür ist im Jahr 2011 kein Platz mehr.» Suarez bestritt die Anschuldigungen. Er sei über den Rassismus-Vorwurf bestürzt, erklärte der Angreifer auf seiner «Facebook»-Seite. |